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Streaming, Podcasts, Sportrechte und Haltung

Das sind die Highlights der Medientage 2020

Richard Gutjahr im Live-Talk mit Jane Goodall bei den Medientagen 2020 – Foto: Medientage München

Die Medientage 2020 sind eröffnet und füllen die komplette Woche mit spannenden Content zu Medien, Unterhaltung und Journalismus. Das Wochenende stand im Zeichen von Entertainment. Medienpolitik, -strategie und -innovation starten heute. Das sind unsere Highlights.

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Die randvolle Agenda des Digitalevents sieht täglich einen Zeitplan ab 13 Uhr bis in die Abendstunden vor. So bleibt am Vormittag genügend Zeit, um sich den Alltagsaufgaben zu widmen, bevor man in die Vielzahl spannender Themen zur Zukunft der Medien einsteigt.

Montag, 26. Oktober

Die offizielle Eröffnung der Medientage steht für 13 Uhr auf dem Plan. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder grüßt die Medienschaffenden, bevor Wolfgang Blau, der der scheidende Chief Operation Officer von Condé Nast seine Sicht der Zukunft der Medien ausbreiten wird. Blau ist durch und durch digital, mithin steht zu erwarten, dass er vor allem auch über Daten als Grundlage einer erfolgreichen Monetarisierung digitaler Inhalte sprechen wird und natürlich über die Systemgefährdung durch Fake News.

Danach stehen die Erholung aus der Corona-Krise und  das sich verändernde Medienkonsumverhalten der jüngeren Zielgruppen auf der Agenda. Dunja Hayali moderiert und hat unter anderem den Tiktok-Star Falco Punch zu Gast.

Direkt im Anschluss wird auf der Hauptbühne der neue Medien-Staatsvertrag diskutiert. Auf dem Podium sitzen Vertreter von Verbänden und Aufsichtsgremien, aber auch eine Sprecherin von Facebook.

Weitere Highlights des Montags:

  • Um 16.55 stellt sich auf der zweiten Konferenzbühne Andreas Mundt, der Chef des Bundeskartellamts die Frage, ob die Dominanz der Digital Giants weiter zunimmt, und was man dagegen tun sollte.
  • Um  18.10 Uhr verspricht Google auf der Hauptbühne zu erklären, wie Google News wirklich funktioniert.

Dienstag, 27.Oktober

Ein stark besetztes Panel bildet den Auftakt für den Dienstag um 13 Uhr auf der Hauptbühne. Es geht um Streaming als universelle Bewegtbildgattung. Auf dem Podium sitzen Vertretere von Netflix, Joyn, ARD und Amazon Prime.

Die zweite Konferenzbühne steht den ganzen Tag im Zeichen des investigativen Journalismus und der Abwehr der Radikalisierung. Unter anderem diskutieren Nicole Diekmann (ZDF), Alice Echtermann (Correctiv) und Pia Lamberty (Autorin) darüber, wie sich die Anhänger von  Verschwörungstheorien die digitalen und vor allem sozialen Medien zunutze machen.  

Zwei echte Rosinen hat sich Richard Gutjahr rausgepickt. Um 16.20 diskutiert er auf der zweiten Konferenzbühne mit Marc Palatucci darüber, wie immer mehr digital erzeugte Inhalte für Film-. Und Fernsehproduktionen eingesetzt werden. Nicht nur Kulissen, Menschenmengen und Stuntszenen, sondern eben auch Avatare. Und um 18.05 spricht Gutjahr auf der Hauptbühne mit Christian Bäsler, dem Chef der Complex Networks. Complex hat sich von einem Jugendmagazin zu eiunem profitablen, digitalen Multikanal-Netzwerk entwickelt. Thema: So geht Verlag heute.

Außerdem interessant:

  • Journalismus in Zeiten Künstlicher Intelligenz (Hauptbühne 15.45 Uhr)
  • Wie Brandsafety und kritischer Journalismus kollidieren (18.05, Konferenzbühne 2)

Mittwoch, 28. Oktober

Der Mittwoch ist der Audiotag. Ronan Keating und Harriet Scott berichten gleich um 12.40 Uhr auf der Hauptbühne vom Alltag ihrer MorningShow auf Magic Radio. Direkt danach diskutiert der Audio-Gipfel mit Teilnehmern der Senderfamilien und Vermarkter über die Zukunft der Audiolandschaft. Und das wird um 14.35 noch konkreter, denn dann stell sich Andy Webb den kritischen Fragen von Moderator Andreas Horchler. Webb entwickelt die interaktiven Audioprodukte für die BBC und denkt gerade darüber nach, welche Rolle die SmartSpeaker in der Zukunft einnehmen werden.

Weitere Highlights:

  • Wie klingt es, wenn Marken Medien machen. Corporate Podcasts zwischen Geburtsschmerzen und erfolgreicher Kundenbindung. (Hauptbühne ab 16.20 Uhr)
  • Von 13 bis 15 Uhr geht es auf der zweiten Bühne um das Thema AdressableTV. Mit dabei sind Marken wie Seat, Samsung oder Amazon.
  • Um 17.30 stellt der Medienanalyst Harald Heider auf der zweiten Bühne die Frage, was die Medien aus der Corona- und Werbekrise gelernt haben.

Donnerstag, 29. Oktober

Das Auftaktpanel auf der Hauptbühne strotzt vor interessanten Persönlichkeiten wie Nana Addisson, der Gründerin von Curl oder Rachel Eggebeen, die die Produktion der Originals von Netflix für den deutschsprachigen Raumverantwortet.  Es geht um Diversity und wie man ohne starre Quote eine ausgeglichene Vielfalt ins Programm bringt. Anschließend wird sich Tom Burow dem gleichen Thema aus Sicht der ARD widmen.

Um 15.45 stellt sich Sven Bornemann von der NetID-Foundation den kritschen Fragen zum Thema LogIn-Allianz und digitale Werbung ohne Cookies, bevor direkt im Anschluss Zwei Herren mit Hund live einen Podcast senden. Thomas Koch und Kai Blasberg nehmen wie immer kein Blatt vor den Mund, wenn es um die Analyse der Medienlandschaft geht.

Auf der zweiten Bühne geht es um 13.30 Uhr um den wichtigen Digital Services Act der Europäischen Union, der sich die Begrenzung der Marktmacht der GAFA zur Aufgabe gemacht hat. Werner Stengg aus dem Büro von EU-Kommissarin Margrethe Vestager berichtet direkt aus Brüssel.

Auch interessant:

  • Wie sich Microsoft die TV- und Filmproduktion in der Cloud vorstellt (Bühne 2 um 19.15 Uhr)
  • Inside Bloomberg Media Group -. Gespräch mit Chief Growth Officer Scott Havens  

Freitag, 30. Oktober

 Der letzte Tag der Medientage 2020 startet bereits um 12 und endet 15 Uhr. Das Highlight das Tages ist zweifellos der stark besetzte Sportgipfel mit Vertretern von Sky, Sport1, Eurosport, 7Sports der ARD, der DFL und Amazon. Was ist das „new normal“ und wie findet die Sportbranche zurück in eine Erfolgsspur, die auf deutlich niedrigerem Niveau angesiedelt ist als geplant.

Unmittelbar danach geht es mit den Chefredakteuren der Deutschen Welle, der Zeit und der Süddeutschen Zeitung in die Diskussion um nichts Geringeres, als die Zukunft des Journalismus.

Gleichzeitig widmet sich die zweite Bühne zwei Stunden lang dem Format Boom-Podcast. Die New York Times erläutert ihre Strategie, Spotify sucht nach innovativen Formaten und Tina Jürgens, die Geschäftsführerin von Zebra Audio Net beantwortet endlich die Frage, ob und wie man mit Podcasts Geld verdienen kann.

Das komplette Programm der Medientage finden Sie hier.

Über die Highlights werden wir hier berichten.

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