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Visa-Neuregelungen

Arbeitsfähigkeit von Korrespondenten in den USA bedroht

Pressekonferenzen auf amerikanischem Boden könnten zukünftig mit weniger deutscher Beteiligung stattfinden – Foto: Imago

Die geplante Kürzung der Visa-Dauer für deutsche Journalisten mache eine kontinuierliche Berichterstattung unmöglich, kritisieren führende Journalisten- und Medienverbände.

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So sehen die Journalistengewerkschaften DJV und DJU, der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV), der Verband deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ), der Verband Privater Medien (Vaunet) sowie ARD und ZDF angesichts geplanter Visa-Neuregelungen des US-Heimatschutzministeriums die Arbeitsfähigkeit von Korrespondenten in den USA bedroht.

Das Medienbündnis wandte sich am Dienstag gegen Pläne des US-Heimatschutzministeriums, die Visa-Dauer für ausländische Journalisten von fünf Jahren auf 240 Tage mit einer einmaligen Verlängerungsmöglichkeit zu verkürzen. „Eine solche Befristung macht eine kontinuierliche Berichterstattung unmöglich“, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung.

„Die Arbeitsfähigkeit der Korrespondentinnen und Korrespondenten in den USA muss in vollem Umfang erhalten bleiben“, hieß es weiter. Eine solche Visa-Befristung mache eine kontinuierliche Berichterstattung unmöglich, die auf gewachsenen und vertrauensvollen Beziehungen zwischen Journalisten und Informanten basiere. Darüber hinaus sei es nahezu ausgeschlossen, als Korrespondent für 240 Tage eine Wohnung oder ein Büro anzumieten. „Journalistinnen und Journalisten, die für deutsche Medien aus den USA berichten, stellen kein Sicherheitsrisiko dar“, teilte das Medienbündnis mit.

Das US-Heimatschutzministerium begründet die geplante Maßnahme unter anderem damit, dass Betrug und Missbrauch vorgebeugt würde. Unter US-Präsident Donald Trump haben die USA die Visabestimmungen in zahlreichen anderen Kategorien bereits verschärft.

amx / dpa

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