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Food-Werbung

Nu Company will mit Werbung für seinen Schokoriegel die Welt verbessern

Politische Kampagne für Schokoriegel - Foto: Nu Company

Das Food-Startup Nu Company schießt bei der Werbung für seinen Riegel Nucao u.a. gegen Ministerin Klöckner und Nestlé. Gestaltet hat die Werbung die Agentur Kastner, Leitagentur der süßen Dosenbrause Red Bull.

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Das Food-Startup The Nu Company startet gerade seinen ersten großen werblichen Aufschlag und hat dafür die Frankfurter Werbeagentur Kastner engagiert. Im Mittelpunkt steht der gesunde Schokoriegel Nucao, der laut Hersteller 65 Prozent weniger Zucker als herkömmliche Riegel hat. Auch Einweg-Plastik will Nu Company reduzieren und nutzt eine garten- und heimkompostierbare Verpackung auf Zellulose-Basis. Zu guter Letzt kämpft das Leipziger Startup für eine positive CO2-Bilanz, indem es für jedes verkaufte Produkt einen Mangrovenbaum spendet, der 304 Kilogramm CO2 bindet.

So positioniert, schießt das Unternehmen in der Werbung für seinen Riegel Nucao gegen Bundesministerin Julia Klöckner (CDU) und die Old Economy. Mit einem aktuellen Offenen Brief in Lebensmittelzeitung und Spiegel startet die Kampagne. Der Brief adressiert offensiv die Gegenseite: “Hallo Großkonzerne, hallo Frau Klöckner, hallo geht’s noch?” Von Politik und Wirtschaft wird gefordert, Verantwortung zu übernehmen, und von den Verbrauchern, sich zu emanzipieren und ihre Kaufentscheidungen zu überdenken. Fortgeführt wird die Kampagne unter dem Slogan “food for a nu+ world” auf Giant Posters und City Lights in den Metropolen Deutschlands. Besonders im Berliner Regierungsviertel vor dem Ministerium für Ernährung: ”Julia Klöckner ist noch immer Ernährungsministerin. Und nu?” Oder auf dem Parkplatz von Nestlé Deutschland in Frankfurt: “Liebe Großkonzerne, esst ihr euer Zeug eigentlich selbst?” Neben der Werbeagentur Kastner (Klassik, Social Media), die übrigens internationale Leitagentur der Dosenbrause Red Bull ist, gehören zum Agenturset auch ease PR und Hearts & Science (Media).

Nu Company kritisiert Nestlés Zucker-Reduktionsstrategie als Tropfen auf den heißen Stein und fordert die Einführung einer Zuckersteuer, die den hohen Zuckergehalt in Lebensmitteln beseitigen und die stetig steigende Diabetesquote in Deutschland stoppen würde: “Wir können nicht akzeptieren, dass die Politik Lobbyarbeit für Lebensmittel betreibt, die völlig überzuckert sind”, erklärt Co-Gründer Mathias Tholey.

Ziel der Kampagne ist eine breite Resonanz bei den Verbrauchern, weshalb neben klassischen Maßnahmen eine Road Show sowie Aktionen in den sozialen Medien laufen und zum Mitmachen motivieren. „Früher war das Private politisch” sagt Stefan Schmidt, Kreativchef bei Kastner. “Heute ist auch das Kommerzielle politisch. Wir leben in Zeiten, in denen Menschen nicht bloß kaufen, was du machst, sondern auch mit welcher Haltung zur Welt du es machst.“

rk

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