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Verleger von "Euro am Sonntag", "Tichys Einblick" & Co.

Frank Werner zieht in den Aufsichtsrat von WMP ein

Foto: WMP

Ende August haben sich gleich vier Personen aus dem Aufsichtsrat bei WMP Eurocom zurückgezogen. Nun wurde bekannt, dass bereits im Sommer Verleger Frank Werner in diesen gewählt wurde.

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Es war ein Beben bei der Lobby-Agentur WMP Eurocom: Ende August verabschiedeten sich gleich mehrere prominente Aufsichtsräte aus ihren Positionen, darunter Ex-Porsche Chef Wendelin Wiedeking und Ex-Bundesfinanzminister Hans Eichel (MEEDIA berichtete). Als Hintergrund für die Rücktrittswelle nannten verschiedene Medien damals eine Streitigkeit mit Aufsichtsratsmitglied Ulrich Marseille. Er habe sich in dem Gremium das Vertrauen von Hans-Hermann Tiedje sichern können – der Ex-Bild-Chef ist WMP-Mehrheitsaktionär und Aufsichtsratsvorsitzender.

Verleger vom Finanzen Verlag nun im WMP-Aufsichtsrat

Nun haben Tiedje und Marseille erste Nachfolger für die Posten im Aufsichtsrat gefunden. Wie Business Insider zuerst berichtete, soll Bernhard Link der neue Aufsichtsratsvorsitzende sein. Er ist derzeit in der Immobilienbranche tätig und war früher einmal in der Führung bei der Münchner Bank.

Laut Medienbericht außerdem recht neu im Aufsichtsrat: Frank-Bernhard Werner, der den Finanzen Verlag aus München leitet. Dies bestätigte er gegenüber MEEDIA. Demnach hat Tiedje, selbst seit vielen Jahren Kolumnist im Finanzen Verlag, im Frühsommer bei Werner angefragt, ob er für ein ausgeschiedenes Mitglied im Aufsichtsrat nachrücken möchte. Aus alter Verbundenheit hat sich Werner dazu bereiterklärt. Der Verleger wurde auf einer Hauptversammlung Mitte Juni von allen Aktionären gewählt – darunter auch Wiedeking – und Ende August im Amt bestätigt.

Tichys Einblick und dessen Chefredakteur zuletzt in der Kritik

Im Finanzen Verlag erscheinen neben Euro, Euro am Sonntag und Börse Online auch Tichys Einblick. Dessen Chefredakteur Roland Tichy stand Mitte September im Fokus, nachdem die SPD-Politikerin Sawsan Chebli in einem Magazinbeitrag in einem Satz sexistisch beleidigt wurde. Daraufhin kündigte Dorothee Bär, Staatsministerin für Digitales, ihre Mitgliedschaft in der Ludwig-Erhard-Stiftung, der Tichy seit mehr als fünf Jahren vorsaß. Dieser räumte in der Folge den Posten (MEEDIA berichtete).

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