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Volkswagen mit neuem PKW-Vorstand

Vertrieb, Marketing und Aftersales werden jetzt von Klaus Zellmer geleitet

Klaus Zellmer wurde als neuer VW-PKW-Vorstand Marketing, Vertrieb und After Sales berufen – Foto © VW

Klaus Zellmer, bisher Präsident & CEO von Porsche Cars North America, wurde zum 15. September zum Vorstand für Vertrieb, Marketing und After Sales der Marke Volkswagen PKW ernannt. Er folgt auf Jürgen Stackmann, der den Konzern verlässt.

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Klaus Zellmer ist ein Automann durch und durch. Seine berufliche Laufbahn startete er 1994 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Professor Willi Diez im Institut für Automobilwirtschaft (IFA) in Nürtingen. Drei Jahre später ging er als Vorstandsassistent zu Porsche. Jetzt ist er aus Amerika zurückgekehrt, um eben Jürgen Stackmann zu beerben.

Auch Stackmann ist ein Automann. Er begann seine Karriere bei Ford und blieb lange dort, war zuletzt Managing Director und General Director für Vertrieb und Marketing der Ford Werke. 2010 wechselte er von Köln zu Skoda nach Mladá Boleslav in Tschechien. 2012 übernahm Jürgen Stackmann die Leitung des Marketings des Volkswagen Konzerns sowie der Marke Volkswagen PKW in Wolfsburg. Ein Jahr später ging er als Vorstandsvorsitzender zu Seat nach Spanien, um nach nur zwei Jahren jetzt als Vorstand für Vertrieb, Marketing und After Sales der Marke Volkswagen PKW nach Deutschland zurückzukehren.

„Jürgen Stackmann hat den Vertrieb in den letzten fünf Jahren mit viel Engagement und Kompetenz durch herausfordernde Zeiten gesteuert. Gleichzeitig hat er sein Ressort auf die großen Transformationsthemen unserer Industrie vorbereitet. Dafür danken wir ihm ausdrücklich“, sagte Ralf Brandstätter, Vorstandsvorsitzender der Marke Volkswagen PKW. „Klaus Zellmer hat mehr als 20 Jahre Erfahrung im Vertriebsbereich und verfügt über ein tiefes Verständnis der internationalen Automobilindustrie. Zusammen mit ihm werden wir den mit ‚New Volkswagen‘ eingeschlagenen Weg weiter konsequent fortsetzen“, so Brandstätter weiter.

Stackmann als Bauernopfer?

Kein Wort wird bei der Bestellung des neuen Vorstands über den letzten Skandal verloren. Im Mai hatte die extra für Volkswagen gegründete DDB-Agentur Voltage einen rassistischen Spot in den sozialen Netzwerken veröffentlicht. Die Reaktionen darauf war vernichtend. Der Konzern ließ den Spot sofort löschen und versprach gegenüber der Öffentlichkeit Aufklärung. Sagte aber auch, weder CMO Jochen Sengpiehl noch auf der darunter liegenden Marketingebene werde es deswegen ”Bauernopfer” geben. Daran hat VW bis heute festgehalten. Allerdings legt die plötzliche Abberufung Stackmanns mit der Ankündigung, er würde aus dem Konzern ausscheiden, ziemlich nahe, dass das zitierte „Bauernopfer“ am Ende doch ausgemacht wurde.

cb

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