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270 Mitarbeiter betroffen

Funke macht Druckerei in Erfurt kommendes Jahr dicht

Foto: Funke Mediengruppe

Um sein Druckzentrum in Erfurt fit für die Zukunft zu machen, müsste Funke laut eigenen Angaben einen zweistelligen Millionenbetrag in neue Druckmaschinen investieren. Eine Investition, die angesichts sinkender Zeitungsauflagen nicht zu rechtfertigen sei. Stattdessen wird die Druckerei im kommenden Jahr geschlossen.

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Von der Maßnahme sind 270 Mitarbeiter – 100 Drucker und 170 Versandhilfskräfte – betroffen. Das berichtet der MDR Thüringen. Die drei Thüringer Regionalzeitungen und die bisher in Erfurt gedruckten Anzeigenblätter der Mediengruppe sollen demnach künftig am Funke-Standort in Braunschweig und bei externen Dienstleistern gedruckt werden.

Primärer Grund für die Schließung seien die 30 Jahre alten Druckmaschinen, die im Zuge einer Investition im zweistelligen Millionenbereich hätten erneuert werden müssen. Eine Investition, die, so heißt es, angesichts sinkender Auflagenzahlen bei Zeitungen nicht zu rechtfertigen gewesen wäre. Stattdessen erhofft sich Funke durch die Auslagerung jährliche Einsparungen in Millionenhöhe. Diese stünden dann wiederum für Investitionen in die Digitalisierung und damit auch in die Zukunft der regionalen Zeitungen zur Verfügung.

Konkret geht es um die Zukunft der Thüringer Allgemeinen, der Thüringischen Landeszeitung und der Ostthüringer Zeitung, die Funke gehören. Im Druckzentrum in Erfurt werden derzeit täglich 200.000 Exemplare gedruckt, zudem Anzeigenblätter mit einer wöchentlichen Auflage von 800.000 Exemplaren. Die Schließung der Druckerei wird laut MDR Thüringen nun auch zum Politikum: Die SPD im Thüringer Landtag forderte bereits, das Druckzentrum zu erhalten.

bek

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