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Aktie gibt nach

Corona-Krise drückt Ströer in die roten Zahlen

Der Werbevermarkter Ströer hat die Folgen der Corona-Krise im zweiten Quartal kräftig zu spüren bekommen und ist in die roten Zahlen gerutscht. Unter dem Strich stand ein Verlust von rund 43 Millionen Euro nach einem Gewinn von knapp 31 Millionen Euro im Vorjahr.

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Der Umsatz sank den Angaben zufolge im Vergleich zum Vorjahr um ein Drittel auf 264 Millionen Euro.

Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sei um 56 Prozent auf 61,8 Millionen Euro gefallen. Damit schnitt Ströer aber immerhin etwas besser ab, als Experten erwartet hatten. An der Börse wurden die Zahlen dennoch negativ aufgenommen. Die Aktie büßte am Vormittag rund vier Prozent auf 61,80 Euro ein und weitete damit ihr Jahresminus auf rund 14 Prozent aus.

Das Unternehmen selbst hatte bereits im März seine Prognose gekappt und wagt weiter keinen Ausblick auf das laufende Jahr, geht aber zumindest von einer schrittweisen Besserung im dritten Quartal aus. So soll der Umsatz in den drei Monaten bis Ende September nur noch rund 80 bis 85 Prozent unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahresquartals liegen.

Das Kerngeschäft des Unternehmens, zu dem auch das Nachrichtenportal T-Online.de gehört, ist Außenwerbung mit großformatigen Werbetafeln, -plakaten und -bannern. Hinzu kommen Litfaßsäulen und Werbung an Bushaltestellen, Bahnhöfen oder in Fußgängerzonen, die das Unternehmen als Stadtmöbel (Street Furniture) bezeichnet.

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