Anzeige

Bundesausfallfonds gefordert

ARD verlängert die Corona-Unterstützung für Produktionsfirmen

MDR-Intendantin Karola Wille – Foto: MDR / Kirsten Nijhof

Die ARD verlängert ihre Unterstützung für TV-Produktionen über den Juli hinaus und fordert weiterhin einen Corona-Ausfallfonds vom Bund.

Anzeige

Wie die ARD verkündet, wird die Zusage der Sendeanstalt, sich mit 50 Prozent an Mehrkosten zu beteiligen, die durch coronabedingte (auch mehrmalige) Produktionsstopps entstehen, bis zum 31. August 2020 verlängert. Ursprünglich war geplant, die Maßnahme nur bis Ende Juli 2020 laufen zu lassen. Nach ARD-Informationen sollen auch weiterhin Raten bei bestehenden Verträgen zeitlich vorgezogen werden können, um die Liquidität von Produktionsfirmen zu verbessern. Allerdings seien vom Bund geförderte TV- und Kinoproduktionen mit Hinblick auf den angekündigten Ausfallfonds des Bundes von der Zusage vorerst ausgenommen. (Lesenswert: Küssen verboten – Wie TV-Produktionen unter Corona stattfinden)

Wie die ARD verlautbart, sollen die öffentlich rechtlichen Anstalten zusätzlich die Finanzierung der Hygienemaßnahmen für Neuproduktionen entsprechend ihres Finanzierungsanteils übernehmen – in zahlreichen Fällen soll es sich dabei um hundert Prozent der Kosten handeln.

Karola Wille zu der Ausweitung der Produktionsunterstützung

ARD-Filmintendantin Karola Wille äußerte sich wie folgt zu der Ausweitung der Hilfsmaßnahmen: „Wir stehen zu unserer Verantwortung und unterstützen seit Beginn der Krise mit erheblichem finanziellen Engagement sowie schnellen, pragmatischen Maßnahmen die Kreativwirtschaft.“

Die ARD weist darauf hin, dass ohne eine institutionelle Absicherung der aufgrund der Pandemie weiterhin bestehenden Risiken eine weitgehend uneingeschränkte Wiederaufnahme der Drehs nicht möglich sein werde. Bisher seien Fernsehproduktionen, die rund 85 Prozent der deutschen Produktionen ausmachen, explizit von dem Covid19-bedingten Ausfallfonds des Bundes ausgeschlossen.

Karola Wille weiter dazu: „Deshalb unterstützen wir nachdrücklich die Forderung, den großen Bereich der Fernsehproduktionen in dieser Krisenzeit durch die Bereitstellung eines aus staatlichen Garantien gesicherten Notfallfonds zu unterstützen.“

Die Bundesländer hätten bereits signalisiert, ihrerseits Möglichkeiten zur Ausgestaltung eines Ausfallfonds für Fernsehproduktionen zu prüfen.

ts

Anzeige