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Kinder Medien Monitor 2020

Bücher und gedruckte Zeitschriften
liegen bei Kindern voll im Trend

Symbolbild, Foto: imago images / Thomas Eisenhuth

Mädchen und Jungen zwischen vier und 13 Jahren schätzen Zeitschriften und nutzen mehrmals pro Woche das laufende Fernseh- und Radioprogramm. Das sind zwei Ergebnisse des Kinder Medien Monitor 2020, einer neuen Markt-Media-Studie der Verlage Egmont Ehapa Media GmbH, Gruner + Jahr, Panini Verlags GmbH, Spiegel-Verlag und Zeit Verlag.

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Laut einer entsprechenden Mitteilung repräsentiert die Studie, die sich zuvorderst mit dem Mediennutzungsverhalten von Kindern beschäftigt, 7,38 Millionen Heranwachsende in Deutschland, im Alter von vier bis 13 Jahren. Darüber hinaus soll die Studie Einblicke in das Kommunikationsverhalten und Markenbewusstsein der Kinder bieten und beleuchtet die Medienakzeptanz der Eltern. Federführend realisiert wurde die Analyse vom Marktforschungsunternehmen Immediate aus Bremen.

Im Rahmen der Studie haben die Macher eine Typologie erstellt, die vier Nutzer-Typen umfasst: Die „Multis“ (19 Prozent der Untersuchten) sind ständig auf sämtlichen Medienplattformen und -kanälen unterwegs und kommunizieren überdurchschnittlich stark über alle verfügbaren Kommunikationskanäle und -Apps. Der Fokus der „Klassischen“ (45 Prozent) liegt beim Medienkonsum ganz klar auf dem laufenden Fernseh- und Radioprogramm, gelesen wird fast ausschließlich von Papier. Auch in der Kommunikation halten sie es gern klassisch. Digitale Kanäle und Apps nutzen sie nur unterdurchschnittlich.

Für die „Zurückhaltenden“ (22 Prozent) sind lineares TV und Zeitschriften die Medien ihrer Wahl. Insgesamt sind die Mediennutzung und das Kommunikationsverhalten über alle Kanäle hinweg allerdings weit unterdurchschnittlich. Und zuletzt die „Streamer“ (14 Prozent), deren Mediennutzung sich vorwiegend auf Streaming- und Videodiensten beschränkt. Die digitale Welt prägt ihr Kommunikationsverhalten. Wie keine Gruppe sonst nutzen die Streamer alle möglichen digitalen Kommunikationskanäle und -Apps.

Die zentralen Ergebnisse im Überblick:

  • Beim Medienangebot bevorzugen Kinder die klassischen Wege: Sie nutzen mindestens mehrmals pro Woche das laufende Fernseh- und Radioprogramm und lesen am liebsten von Papier.
  • Lesen hat einen hohen Stellenwert bei der Freizeitgestaltung der vier- bis 13-jährigen Mädchen und Jungen: 77 Prozent lesen mindestens mehrmals pro Woche Bücher, Zeitschriften, Magazine, Comics, E-Books oder E-Magazines. 4,4 Millionen lesen mindestens eine der ausgewiesenen Zeitschriften.
  • Print genießt auch bei den Eltern das größte Vertrauen. Sie sehen hier den höchsten Nutzen für ihre Kinder. Dabei stellen die Eltern Zeitschriften ein durchweg positives Zeugnis aus. Und: Eltern lesen mit. Die ausgewiesenen Zeitschriften erreichen mindestens auch 5,6 Millionen Elternteile.
  • Kinder sind markenbewusst: 60 Prozent der vier- bis 13-jährigen Mädchen und Jungen ist Marke wichtig bei Kleidung oder Schuhen und 45 Prozent beim Handy oder Smartphone. Viele Markenwünsche der Kinder werden von den Eltern erfüllt.

bek

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