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Print-Vermarktung

Kartellamt genehmigt Vermarkter-Allianz von „FAZ“ und „SZ“

Die "FAZ" – Foto: Imago

Die „FAZ“ und die „Süddeutsche Zeitung“ haben gute Chancen, ihre gemeinsame Vermarktungs-Allianz zu schmieden. Zwar prüft das Kartellamt weiterhin fusionsrechtlich das Vorhaben. Die Wettbewerbshüter haben aber für das geplante Gemeinschaftsunternehmen ihren Segen erteilt.

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Die geplante Vermarkter-Allianz der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und Südddeutschen Zeitung kommt voran. Das Bundeskartellamt habe die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens von Süddeutscher Zeitung GmbH und Frankfurter Allgemeinen Zeitung GmbH zur gemeinsamen Vermarktung überregionaler Anzeigen fusionskontrollrechtlich freigegeben, teilt die Behörde mit. Die Prüfung der Kooperation nach dem Kartellverbot dauere jedoch noch an. Wie es weiter heißt, solle das Gemeinschaftsunternehmen die Vermarktungsaktivitäten der beteiligten Verlage im Bereich überregional erscheinender Printanzeigen (Aufmerksamkeitsanzeigen und Rubrikenanzeigen) in Nachrichten-Printobjekten übernehmen. „In den betroffenen Markt sind neben den von den Beteiligten herausgegebenen überregionalen Tageszeitungen auch Wochen- und Sonntagszeitungen sowie Nachrichtenmagazine einzubeziehen“, bemerken die Wettbewerbshüter.

Dennoch ist der Mega-Deal der beiden Branchen-Schwergewichte auf dem Tageszeitungsmarkt noch nicht ganz unter Dach und Fach. „Unabhängig von diesem Fall muss die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens stets nach zwei verschiedenen Aspekten überprüft werden. Wir haben das Vorhaben bislang nur nach dem fusionskontrollrechtlichen Maßstab freigeben können. Hier war entscheidend, dass die beiden Verlagshäuser auch künftig bei den sogenannten Aufmerksamkeitsanzeigen keine überragende Marktstellung erlangen werden und es bei den Rubrikenanzeigen – wie Stellen- und Immobilienanzeigen – starken Wettbewerbsdruck durch entsprechende Online-Angebote gibt“, so Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamts und fügt hinzu. „Für die darüber hinaus notwendige Prüfung der Kooperation nach dem allgemeinen Kartellverbot erwarten wir noch Stellungnahmen der Verlage, um uns ein umfassenderes Bild – auch zu etwaigen Vorteilen für die Verbraucher, die aus der Kooperation resultieren könnten – machen zu können.“

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