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Im siebten Jahr

Timm Weber verlässt Digitas Pixelpark

Timm Weber verlässt Digitas Publicis zum Jahresende – Foto Digitas Pixelpark

Eine Meldung wie ein Paukenschlag: Im verflixten siebten Jahr trennen sich die Wege von Timm Weber und Digitas Publicis.

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Als offiziellen Grund führt die Publicis-Tochter ”unterschiedliche Auffassungen über die strategische Ausprägung und Ausrichtung der Kreation” an.

Hintergründig betrachtet wird dafür wohl der radikale Umbau von Publicis in Deutschland verantwortlich sein. Zum 1. Januar diesen Jahres wurde Publicis zum Dach der Marke. Saatchi & Saatchi hat die sogenannte kreative Speerspitze übernommen und gleichzeitig Leo Burnett sowie Publicis Pixelpark integriert. Parallel dazu wurde das Angebot von Digitas und der Digitaleinheit von Publicis Pixelpark gebündelt. Daraus entstand Digitas Pixelpark, eine neue Agentur für “Customer Experience Marketing”.

Ohne Kreation funktioniert’s nicht

Und genau hier liegen die unterschiedlichen Auffassungen begründet. Während Timm Weber der Überzeugung ist, auch digitales Marketing komme ohne gute Kreation nicht aus, scheinen Gruppenchef Frank-Peter Lortz und Agentur-CEO Ralf Niemann anderer Meinung zu sein. Gerüchteweise soll das sogar soweit gehen, dass es heißt, die Kreation solle bei Digitas Pixelpark komplett abgeschafft und bei Bedarf durch Saatchi & Saatchi bedient werden. Was die Agentur bisher jedoch strikt zurückweist. Allerdings spricht dafür, dass die insgesamt fünf Mitarbeiter, die mit Weber die Agentur verlassen, ebenfalls aus der – urspünglich eher klassischen – Kreation kommen.

Der Juli gehört der Familie

Was die Zukunft Digitas Pixelpark also bringen wird, bleibt abzuwarten. Timm Weber für seinen Teil nimmt die – wenn auch kurzfristig entschiedene – Trennung einigermaßen gelassen. Zunächst einmal läuft bei ihm alles wie geplant: Der Juli gehört der Familie. Ab August will er sich dann um das Nachher kümmern und überlegen, was er in Zukunft machen will, wohin es ihn zieht. Wobei er sehr zuversichtlich ist, dass es außer ihm noch mehr gibt, die der Überzeugung sind, dass das beste Targeting nichts nützt, wenn die Werbung kreativ so langweilig ist, dass sie niemand beachtet.

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