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Geschäftsbericht

MDR beendet 2019 mit einem Fehlbetrag von 4,1 Mio. Euro

MDR-Fernsehzentrale in Leipzig Foto: Stephan Flad / MDR

2018 verzeichnete der MDR einen Fehlbetrag von 29,3 Mio. Euro. Nun hat die Rundfunkanstalt den Geschäftsbericht für das abgelaufene Jahr vorgelegt

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Um 25,2 Millionen Euro hat sich das Jahresergebnis verbessert, betont MDR-Intendantin Karola Wille im Vorwort des Geschäftsberichts. Denn während der Fehlbetrag 2018 noch bei 29,3 Mio. Euro lag, verzeichnete die Rundfunkanstalt 2019 einen Fehlbetrag von 4,1 Mio. Euro. Der Grund? „Diese Ergebnisverbesserung ist insbesondere auf Sondereffekte zurückzuführen, weil beispielsweise im Berichtsjahr keine sportlichen Großereignisse stattfanden wie 2018“, so Wille.

Der MDR erzielte im Geschäftsjahr 2019 Erträge in Höhe von 787,3 Mio. Euro und damit knapp 17 Millionen mehr als 2018. Der Großteil ist dabei auf den Rundfunkbeitrag zurückzuführen, der mit 587 Mio. Euro vermerkt ist. Die Gesamtaufwendungen des Hauses lagen bei 791,4 Mio. Euro. Damit sind es 8,6 Mio. Euro weniger als im Vorjahr.

Trotz der Jahresfehlbeträge der vergangenen zwei Jahre sieht Wille den MDR „wirtschaftlich solide und zukunftsfähig aufgestellt“. Die Eigenkapitalquote liegt aktuell bei 39,3 Prozent. Der „Wirtschaftlichkeitskurs“ des MDR werde fortgesetzt, indem das Haus unter anderem „tiefgreifende Strukturprojekte in der ARD und im MDR weiter vorantreibe“, heißt es im Bericht.

Landfunkhaus Sachsen-Anhalt: Wechsel nach 25 Jahren

In der Sitzung von Montag wurden zudem diverse Personalien bestätigt: Zum einen bestätigte der MDR-Rundfunkrat die erneute Berufung von zwei Direktoren für eine zweite Amtszeit. Ralf Ludwig, Verwaltungsdirektor, und Boris Lochthofen, Direktor des MDR-Landesfunkhauses Thüringen, werden somit für weitere fünf Jahre tätig sein. Der Rundfunkrat ist damit den Vorschlägen der MDR-Intendantin gefolgt.

Zum anderen wird Ines Hoge-Lorenz neue Direktorin des Landfunkhauses Sachsen-Anhalt, deren fünfjährige Amtszeit zum 1. Januar 2021 beginnt. Die Journalistin war bis zuletzt als Redaktionsleiterin für den MDR tätig. „Hoge-Lorenz ist eine akademisch vielseitig gebildete und außerordentlich engagierte Managerin, deren fachliche und soziale Kompetenz allseits anerkannt und geachtet wird“, so Wille.

Sie folgt damit auf Elke Lüdecke, die seit dem 1. Januar 1996, also 25 Jahren, Direktorin des Landesfunkhauses Sachsen-Anhalt war. Nach fünf Amtszeiten wechselt sie Ende des Jahres in den Ruhestand.

tb

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