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Kartellamt bestätigt Spielmacherprinzip

Intersport verteilt Onlinebestellungen auf lokale Händler

Das Spielmacherprinzip von Intersport – Illustration Doreen Borsutzki

Durch die Corona-Krise haben sich die Märkte verändert. Während die lokalen Sportgeschäfte wegen der Schließung noch mehr zu darben haben, als bereits vor der Krise, legte der Onlinehandel massiv zu. Intersport wirkt dem jetzt entgegen

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Online kaufen und trotzdem das lokale Sportgeschäft unterstützen? Was eigentlich gegensätzlich erscheint, vereint Intersport auf einer Plattform. Auf intersport.de werden Onlinebestellungen künftig nach dem Spielmacher-Prinzip an lokale Geschäfte verteilt, von wo aus die Artikel auf dem kürzesten Wege zum Kunden gelangen. Neben dem kostenfreien Versand an über 500 Abholstationen wird dem Käufer auch eine Rückgabe in jedem Store ermöglicht. „Wir lagern lieber in Halle statt in Hallen. Dank 1500 möglichen lokalen Stores ist unser Online-Versandsystem komplett dezentral“, sagt Carsten Schmitz, Chief Digital Officer Intersport Deutschland.

Zusätzlicher Verkaufskanal und eigene Plattform

Lokale Händler können ohne technischen Aufwand und E-Commerce-Investment teilnehmen. Neben einem zusätzlichen Verkaufskanal erhalten teilnehmende Geschäfte durch die Plattform eine eigene Landingpage zur Steigerung der individuellen Auffindbarkeit. Begleitende Maßnahmen wie Online-Marketing, Kundenzuführung oder die Bereitstellung von Versandmaterial werden durch Intersport übernommen. Für den einzelnen Händler soll also kein zusätzlicher Kostenaufwand entstehen. Niko Lindauer, Marketingleiter Intersport Deutschland: „Teamplay belebt das Geschäft: Intersport.de ist jetzt offiziell Verkaufsplattform für alle unsere Einzelhändler.“

Bundekartellamt gibt grünes Licht

Das Bundeskartellamt bestätigte das Vertriebsmodell bereits ohne Beanstandung. Die Behörde sieht in der Plattform eine Möglichkeit für alle Händler, sich am Online-Handel zu beteiligen und somit einen Faktor zur Stärkung des Wettbewerbs im Sportfachhandel. Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: „Gerade für kleinere Händler ist es schwer, sich allein gegen große Online-Händler wie Amazon und die Online-Shops der Hersteller zu behaupten. Auch die einzelnen Intersport-Händler stehen in Deutschland stationär und online starken Wettbewerbern gegenüber. Das gemeinsame Online-Angebot unter der Marke Intersport bietet den vornehmlich stationär tätigen Händlern eine attraktive Vertriebsalternative. Dies stärkt den Wettbewerb im Sportfachhandel und bedeutet für die Endkunden eine größere Einkaufsvielfalt im Online-Bereich.“

cb

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