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Drosten-Podcast & Co.

ARD veröffentlicht Audioangebote bald unter CC-Lizenz

CC-Lizenzen seien ein weiterer Baustein, um "Inhalte möglichst leicht und möglichst dauerhaft für alle zugänglich zu machen", sagt der ARD-Vorsitzende Tom Buhrow Foto: Oliver Berg/dpa

Die ARD gibt ausgewählte Audio-Angebote im Sommer zur nicht-kommerziellen Nutzung frei. Zu den Inhalten zählt zum Beispiel der Podcast mit Virologe Christian Drosten

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Die ARD bringt im Sommer ausgewählte Audioangebote wie Podcasts und Sendereihen als Creative-Commons-Lizenz heraus. Dazu zählen unter anderem das sehr populäre Corona-Update mit Christian Drosten von NDR Info, das sich derzeit in der Sommerpause befindet, aber auch 1000 Antworten von SWR2 Wissen oder auch 1 Thema, 3 Köpfe von B5 Aktuell. Der Schwerpunkt der Inhalte liegt auf den Bereichen Wissen, Bildung, Kultur und Kinder.

„Gerade erst haben wir uns vorgenommen, noch in diesem Jahr ARD-weit unsere Archive zu öffnen und historisches Videomaterial aus allen Regionen für die Menschen in der ARD-Mediathek bereitzustellen“, sagt ARD-Vorsitzender Tom Buhrow. „CC-Lizenzen sind ein weiterer Baustein, wenn es darum geht, Inhalte möglichst leicht und möglichst dauerhaft für alle zugänglich zu machen.“

Rechtliche Hürden fallen mit CC-Lizenz weg

Laut Mitteilung richtet sich die ARD damit an Schüler, Lehrer, Studenten und Dozenten sowie an den Bereich der Erwachsen- und Weiterbildung. Damit bekommen jene Zielgruppen die Möglichkeit, die Audioinhalte beispielsweise auf privaten Internetseiten, Schulblogs oder im eigenen Podcasts zu veröffentlichen, weil mit der CC-Lizenz die rechtlichen Hürden wegfallen. Kommerzielle Nutzung oder Veränderungen der Inhalte sind – auch mit Verweis auf die Urheberrechte – weiterhin ausgeschlossen.

Einen ähnlichen Schritt ist vor wenigen Wochen das ZDF gegangen: Die Erklärvideos der TV-Marke Terra X dürfen künftig beispielsweise in den Schulunterricht integriert werden. Die Clips stehen zur freien, kostenfreien Verfügung. Der ZDF-Programmchef Norbert Himmler sagte dazu: „Unsere CC-Inhalte richten sich erst einmal an alle und dürfen von allen verwendet werden, die auf der Suche nach validem und qualitativ hochwertig aufbereitetem Wissen sind.“ Allerdings dürften Schüler, Studenten und Lehrer zu den stärksten Nutzern zählen, so Himmler (MEEDIA berichtete).

tb

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