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Drohungen gegen Hengameh Yaghoobifarah

Laut Focus: Umstrittene „Taz“-Autorin bittet die Polizei um Hilfe

Polizistin an der deutsch-österreichischen Grenze in Freilassing, Foto: imago images / Sven Simon

Nach ihrer Auslassung gegen die deutsche Polizei sieht sich die „Taz“-Autorin Hengameh Yaghoobifarah offenbar nicht nur viel Kritik, sondern auch Drohungen ausgesetzt. Die Polizei soll nun helfen

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Mit ihrem Pamphlet gegen die deutsche Polizei, der sie unter anderem ein „Fascho-Mindset“ unterstellt, hat die Autorin Hengameh Yaghoobifarah nicht nur eine breite Debatte und viel Empörung ausgelöst, sondern offenbar auch zahlreiche Anfeindungen und Drohungen gegen ihre Person losgetreten: Wie der Focus berichtet, bat die Autorin der Taz nun die Berliner Polizei um ein Beratungs- und Sicherheitsgespräch, um mit selbigen besser umgehen zu können.

Demnach nahm der Justiziar und die Chefredaktion der linken Tageszeitung Taz im Auftrag von Yaghoobigfarah vor Tagen Kontakt zum Berliner Polizeipräsidium auf, um um Hilfe für die nach eigener Angabe „massiv eingeschüchterte“ Autorin zu bitten. In der Redaktion waren laut Focus zu diesem Zeitpunkt zahlreiche Telefonate und Nachrichten mit „bedrohlichem Inhalt“ eingegangen. Einige Reaktionen konnten demnach „als direkte Gefährdung für das körperliche Wohl der Journalistin“ eingestuft werden. Nun sollen sich angeblich Beamte des Polizei-Abschnitts 53 am Checkpoint Charlie, nahe der Taz-Redaktion, um die Sicherheit der Redaktion kümmern.

Yaghoobigfarah hatte in der Taz ein umstrittenes Gedankenspiel veröffentlicht, an dessen Ende sie empfiehlt, die Polizei auf die Müllhalde zu schicken, wo die unter „ihresgleichen“ sei (MEEDIA berichtete). In der Folge erstatte die Deutsche Polizeigewerkschaft Strafanzeige. Auch Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) kündigte zunächst an, Gleiches tun zu wollen, ruderte dann aber zurück. Zahlreiche Beschwerden beim Presserat waren eine weitere Folge des Textes.

Update, 8.30 Uhr: Die Autorin widerspricht dem Bericht des Focus auf Twitter und nennt die Meldung „Fake News“.

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