Anzeige

Personalie

Rüdiger Götz verlässt KW43 Branddesign

Rüdiger Götz ist der neue Managing Director bei der Peter Schmidt Group – Foto: Grey/KW43

Seit über 15 Jahren ist Prof. Rüdiger Götz (53) das Gesicht und der Kopf von KW43, der Düsseldorfer Design-Division von Grey. Jetzt verlässt er die Agentur in Richtung Malmö

Anzeige

Seit 1998 steht KW43 Branddesign für Launch, Relaunch und die Führung von Marken. Für exzellente Designlösungen wurde die zu GREY Germany gehörende Agentur national und international vielfach ausgezeichnet und 2019 zur „Red Dot Agency of the Year“ gewählt. Götz hat KW43 zu dem gemacht, was es heute ist. Es ist eigentlich sein Baby. Trotzdem verlässt er Düsseldorf, um wieder zu seiner Familie in den hohen Norden zu ziehen, ins schwedische Malmö.

Die Familie freut sich

Darüber freut sich besonders eine nachfolgende Generation im engsten Kreis – mit anderen Worten: die Familie. ”Ich hatte gemeinsam mit meinem großartigen Team in Düsseldorf und inspirierenden Kunden eine unglaublich spannende Zeit und habe vieles entwickelt und erreicht. Dafür habe ich in all den Jahren auch die große räumliche Entfernung zu meinem Lebensmittelpunkt in Schweden in Kauf genommen. Der ADC Grand Prix 2018 und die Auszeichnung zur ‚Red Dot Agency of the Year 2019‘ sind für mich eine persönliche Ehre und auch eine Zäsur, denn jetzt ist es an der Zeit, näher bei meiner Familie zu sein. Unsere Kunden weiß ich bei dem engagierten Team von KW43 in allerbesten Händen“, sagt der vielbeschäftigte und buchstäblich ausgezeichnete Designer seinen Schritt. Was er in Schweden beruflich machen will und ob es am Ende überhaupt Schweden wird, wo er eine neue berufliche Heimat findet, lässt er derweil noch offen.

KW43 bleibt unter dem Grey-Dach

Seit dem Amtsantritt von Jan-Philipp Jahn und Francisca Maass vor gut einem Jahr konzentriert sich Grey auf die Auflösung der einzelnen Silos innerhalb der Agentur.

Dagegen stand, dass sich der CI- und CD-Spezialist KW43 Branddesign seit seiner Gründung 1998 zwar zu einem selbstverständlichen Angebot des gesamten Kreativspektrums von Grey Germany entwickelt, sich aber nach außen auch als eigenständige Agentur etabliert hatte. Außerdem stand der Umzug von KW43 nach Hamburg, also in die neue ”Kreativheimat” von Grey Deutschland nicht zur Debatte. Insofern wurde sogar darüber nachgedacht, die KW43 aus dem Grey-Verbund zu lösen und an die Hirschen Group weiterzureichen. Francisca Maass sagte in diesem Zusammenhang aber auch, die KW43 sei keine große Baustelle und würde funktionieren, weswegen sie sich hier keinen Kopf machen würde (s. Meedia Ausgabe 23/20).

Was sie jetzt auch nicht mehr braucht, der Plan wurde verworfen. Was wiederum Prof. Rüdiger Götz zu verdanken zu sein scheint. ”Wir haben es in hohem Maße auch Rüdiger zu verdanken, dass das schnelle Zusammenwachsen unserer Design- und Kreativ-Units im Laufe des vergangenen Jahres so reibungsfrei funktioniert hat. Er hat sein Team mit Weitblick auf seinen Fortgang vorbereitet”, sagt Jan-Philipp Jahn. Wohl auch aus diesem Grund wurde ”die mögliche Beteiligung einer Fremdagentur an KW43”, wie es offiziell heißt, inzwischen nicht nur profan verworfen, sondern sogar endgültig ad acta gelegt.

Für Jahn ist die Bündelung von Expertisen ein wichtiger strategischer Schritt: „Kreation, Strategie und Markenführung implizieren aus unserer Sicht nicht die Notwendigkeit, die Bereiche Kreation und Design zu trennen. Wir sind Grey Germany – KW43 gehört absolut dazu. Im Network nennen wir das ,borderless‘, an dieser Mission messen wir unsere Entscheidungen und definieren unseren Work-Flow.“

KW43 wird jetzt unter der Leitung von Francisca Maass (CCO) und Jürgen Adolph (ECD) mit dem aktuell 25-köpfigen Team weiter am Platz der Ideen in Düsseldorf arbeiten. Insofern sind Götz‘ Nachfolge und die Zukunft der Agentur geklärt. Götz selbst hinterlässt dennoch eine Lücke am Rhein. ”Er wird uns allen fehlen. Rüdiger ist ein brillanter Geist, ein Herzblut-Designer und ein empathischer Teamleiter. Ich hätte ihn gerne weiter in Düsseldorf an unserer Seite gewusst“, sagt Jahn zu Götz Abgang.

Anzeige