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Nachfolger für Funke-Zeitungschef Ove Saffe

Madsack will Wechsel von Rüth zu Funke nicht bestätigen

Wechselt Madsack-COO Christoph Rüth zu Funke? Foto: Madsack

Die Gerüchte, dass der Madsack-COO Christoph Rüth die Nachfolge von Ove Saffe als Zeitungschef bei der Funke Mediengruppe antritt, gibt es seit Monaten. Jetzt kursieren erneut Spekulationen, Rüth wechsle nach Essen. Madsack dementiert die Personalie weiterhin

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Seit mehreren Monaten sucht die Funke Mediengruppe einen Nachfolger für Zeitungschef Ove Saffe. Dazu hatte das Essener Medienhaus die Personalberatung Egon Zehnder beauftragt. Sie hatte reihenweise hochkarätige Medienleute angesprochen – darunter Ex-Gruner+Jahr-Vorstand Torsten-Jörn Klein, Springer-Manager Andreas Wiele und die Ex-RTL-Chefin Anke Schäferkordt. Ihnen bot Zehnder den Posten des Vorsitzenden der Geschäftsführung bei der Funke Mediengruppe an. Doch alle Kandidaten lehnten ab. In einer zweiten Runde sprach Zehnder nach Informationen von MEEDIA weitere Verlagsmanager an – unter anderem Christoph Rüth, COO bei der Madsack Mediengruppe. Der ließ vor einigen Monaten auf MEEDIA-Anfrage klar dementieren. Er habe kein Interesse an dem Job.

„Das können wir nicht bestätigen“

Jetzt verdichten sich nach einem Bericht des Fachmagazins Horizont die Gerüchte, dass sich Rüth nun doch um den Job in Essen bemüht. Allerdings soll er seinen neuen Posten wohl erst Anfang 2021 antreten. Erneut wiegelt die Öffentlichkeitsarbeit von Madsack die Spekulationen über einen Wechsel in der Geschäftsführung ab: „Das können wir nicht bestätigen“, so ein Firmensprecher. Funke will dagegen – wie bei Sprecher-Statements zu Personalgerüchten meist üblich – die Gerüchte nicht kommentieren. „Wir äußern uns zu diesem Themenkomplex derzeit nicht. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir auch die neuen Spekulationen, denen Sie heute nachgehen, nicht kommentieren“, so die neue Funke-Sprecherin Jasmin Fischer. 

Dass Madsack nicht bestätigt, lässt darauf schließen, dass die notwendigen Aufsichtsgremien dem Wechsel wohl noch nicht formal zugestimmt haben. Dies könnte aber möglicherweise in den nächsten Tagen erfolgen, heißt es. Sollte Rüth nach Essen wechseln, steht er vor großen Herausforderungen. Auflagen und Vermarktung stehen unter massivem Druck. Dieser hat sich durch die Corona-Krise noch weiter verschärft. Zugute kommt Rüth, dass er das Zeitungsmetier gut kennt. Bevor er zu Madsack wechselte, war Rüth bei Axel Springer als Verlagsgeschäftsführer für die Welt-Gruppe, die Berliner Morgenpost und das Hamburger Abendblatt verantwortlich. Zuvor arbeitete er viele Jahre in verschiedenen Managementfunktionen bei Gruner + Jahr, zuletzt als Geschäftsführer der erscheinenden Financial Times Deutschland

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