Anzeige

Spiegel Gruppe

Bento: Spiegel stellt junges Nachrichtenportal ein

Die Spiegel-Gruppe will mit „Spiegel Start“ ihr Angebot für die Zielgruppe U30 weiterentwickeln. Bento wird im Zuge dessen aufgelöst.

Anzeige

Das gab der Konzern heute in einer Pressemeldung bekannt. So wolle die Spiegel Gruppe seinen Markenkern noch stärker in der U30-Zielgruppe verankern und sein Geschäftsmodell – aus Leser- und Werbefinanzierung – in die junge Generation ausweiten.  Mit dem unter dem Arbeitstitel „Spiegel Start“ geplanten Angebot solle auch das Wachstum von U30-Abos beim Bezahlangebot Spiegel+ ausgebaut werden.

Dieser Entscheidung fällt nun Bento zum Opfer, denn das junge Nachrichtenportal soll im kommenden Herbst eingestellt und durch „Spiegel Start“ abgelöst werden. Bento sei als eigenständiges, rein werbefinanziertes Angebot mit großem Team, verstärkt durch die Erlösverluste in der Coronakrise, nachhaltig in die Verlustzone geraten. Durch die weiter entfernte Positionierung vom Spiegel sei eine Flankierung durch Pay-Modelle nicht realistisch.

Bento: Inhaltliche Neuausrichtung gelinge nur schwer

„Es ist großartig, wie schnell, mutig und professionell die jungen Redakteurinnen und Redakteure die Marke bento aufgebaut und mit Leben gefüllt haben“, wird Stefan Ottlitz, Leiter der Produktentwicklung beim Spiegel, in der Pressemitteilung zitiert. „Umso schmerzhafter ist es zu sehen, dass trotz dieses großen Engagements und guter erster Jahre die wirtschaftlichen Aussichten für Bento nicht mehr gut sind.“

Die Spiegel Gruppe rief Bento 2015 als junges Magazin vom Spiegel ins Leben. Sein Angebot, wie Entscheidungshilfen beim Übergang vom Studium in den Job oder Lebensweltliches, solle künftig bei „Spiegel Start“ ausgebaut werden. „Bento war allerdings als eigenständiges Nachrichtenportal konzipiert, eine inhaltliche Neuausrichtung gelingt unter dieser Marke deshalb nur schwer“, so der Verlag.

amx

Anzeige