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Diskussionen über die Notwendigkeit

ARD schafft digitales Kulturangebot ohne Beteiligung des BR

MDR-Funkhaus in Leipzig, Foto: imago images / F. Berger

Die ARD will ein digitales Kulturangebot in Mitteldeutschland aufbauen. Darauf haben sich die Intendanten der Rundfunkanstalten verständigt. Der Bayerische Rundfunk beteiligt sich nicht an dem Projekt

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Unter Federführung des MDR wird die Redaktion die Aufgabe haben, Konzerte, Ausstellungen und weitere Kulturerlebnisse aus den einzelnen Sendegebieten der ARD zu bündeln. Ziel sei es, diese Inhalte für die Menschen in ganz Deutschland besser auffindbar und zugänglich zu machen, heißt es in einer Mitteilung. Die Angebote werden auch über die ARD Audiothek und die ARD Mediathek verbreitet. Insgesamt stellen die ARD-Landesrundfunkanstalten, mit Ausnahme des BR, jährlich eine Summe von fünf Millionen Euro bereit.

Der BR beteilige sich auf eigenen Wunsch nicht an diesem Angebot, heißt es weiter. Nach MEEDIA-Informationen sind sich alle Landesrundfunkanstalten einig, die zentralen Angebote von Mediathek und Audiothek als Drehscheibe zu stärken. Dennoch hatte es im Vorfeld der jüngsten Entscheidung Diskussionen über die tatsächliche Notwendigkeit eines solchen Kultur-Angebots gegeben. Denn im Prinzip hat jede Landesrundfunkanstalt einen Online-Kulturauftritt oder denkt darüber nach, einen zu entwickeln. Mit der BR KulturBühne etwa hat der BR bereits ein solches, aber eben hauseigenes Angebot geschaffen.

Das digitale Kulturangebot für Mitteldeutschland, das nun beschlossen wurde, soll Anfang 2021 starten, wenn die Gremien dem Plan zustimmen. Dann soll das Deutschlandradio an dem Vorhaben ebenso mitwirken wie das ZDF. Inhalte aus den jeweiligen Kulturangeboten sollen gegenseitig verlinkt werden und die öffentlich-rechtlichen Kulturangebote insgesamt besser vernetzt.

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