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Vice Deutschland

Digitalmedium setzt auf Kurzarbeit, keine Kündigungen geplant

Keine betriebsbedingten Kündigungen: Das ist die gute Nachricht für die Mitarbeiter bei Vice Deutschland, nachdem der Mutterkonzern in der Vorwoche Entlassungen angekündigt hatte. Die Kurzarbeit soll vorerst drei Monate dauern

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Der deutsche Ableger von Vice bleibt von der angekündigten Entlassungswelle der Dachorganisation verschont. Das Unternehmen führe hierzulande ab 1. Juni Kurzarbeit ein – für vorerst drei Monate. Darüber hatte der Medienpocast Unter Zwei zuerst berichtet. „Die Geschäftsführung und der Betriebsrat haben sich am Montag auf Kurzarbeit geeinigt“, sagte Felix Dachsel, Chefredakteur von Vice Deutschland. Über die Höhe der nun angekündigten Kurzarbeit beim deutschen Ableger äußerte sich der Sprecher auf MEEDIA-Anfrage nicht.

In der Vorwoche hatte Nancy Dubuc, CEO Vice Media, angekündigt, dass weltweit 155 Mitarbeiter entlassen werden müssten, 100 davon im Ausland, 55 in den USA. In einem internen Schreiben verwies sie demnach auf die geschäftlichen Herausforderungen und die geringe Rentabilität der für die Produktion von Inhalten für digitale Plattformen aufgewendeten Ressourcen (MEEDIA berichtete). In dem Memo soll Dubuc geschrieben haben: „Ich möchte, dass Sie wissen, dass wir absolut alles getan haben, um diese Positionen so lange wie möglich zu schützen, und Ihre Zeit und Ihre Beiträge werden für immer Teil dessen sein, wer wir sind und wer wir sein werden.“

Bereits im Februar 2019 hatte das Unternehmen im Rahmen einer Reorganisation zehn Prozent der globalen Belegschaft entlassen. Damals soll es sich um etwa 250 Mitarbeiter gehandelt haben.

tb

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