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Corona-Krise

Appell von Journalisten: bessere Daten vom RKI benötigt

Foto: imago images / Ralph Peters

In einem „#OpenCoronaData-Appell“ an RKI-Präsident Lothar Wieler vom Montag fordern 45 Datenjournalisten mehr Transparenz. Unter anderem, um über Verschwörungstheorien aufzuklären

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Wie das NDR-Medienmagazin Zapp berichtet, fordern 45 Datenjournalisten in einem Appell an das Robert Koch-Institut (RKI) eine Art Super-Datenbank zum Corona-Virus. Ziel sei unter anderem, „Verschwörungsphantasien eindeutige Fakten entgegenzusetzen“.

In einem „#OpenCoronaData-Appell“ an RKI-Präsident Lothar Wieler vom Montag heißt es unter anderem: „Um den gesellschaftlichen und politischen Diskurs über die richtigen Entscheidungen in dieser Krise evidenz- und faktenbasiert zu begleiten und zu bereichern“, bräuchten Medien umfassende Informationen zur Epidemie. „Leider reichen die Daten, die das Robert Koch-Institut bisher veröffentlicht, dafür nicht aus.“

Spätestens mit dem Aufkommen der sogenannten „Hygiene-Demos“ – die unter anderem wegen Teilnehmern aus dem rechtsradikalen und linksradikalen Spektrum sowie Verschwörungstheoretikern stark in der Kritik stehen – ist auch eine neue Diskussion über die bisherigen Corona-Maßnahmen entstanden. Mehr dazu etwa hier. Während die einen verbreiten, Regierungen und Multimilliardäre wie Bill Gates nutzten die Corona-Krise, um die Bevölkerung zu unterdrücken, fordern die anderen mehr Transparenz oder ein rasches Ende der letzten Corona-Maßnahmen, die noch in Kraft sind, etwa der Maskenpflicht.

Der Appell wurde von Journalisten aus diversen ARD-Redaktionen unterzeichnet, aber auch von Medienmachern des ZDF, vom Spiegel, der Süddeutschen Zeitung und anderen. Koordiniert hat die Initiative Johannes Schmid-Johannsen vom SWR. Der sagt gegenüber Zapp: „Momentan basieren viele Verlaufskurven auf Schätzungen und Näherungen, damit sind sie gar nicht korrekt“. Und weiter: „Was wir brauchen, ist ein konsistenter Datensatz mit den wesentlichen Merkmalen zu jedem einzelnen Fall, zentral angeboten vom RKI, der uns auch über eine lange Zeit erlaubt, damit verlässlich zu rechnen – auch rückwirkend.“

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