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Ströer

Folgen der Corona-Krise im zweiten Quartal spürbar

Ströer-CEO Udo Müller

Ströer hat wie angekündigt seine Bücher geöffnet und meldet im zweiten Quartal Einbrüche. Erst vor einigen Wochen hatte der Werbeflächenvermarkter Rekordergebnisse für das Jahr 2019 veröffentlicht. Die werden im Corona-Jahr 2020 aller Voraussicht nach nicht zu bestätigen sein

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Der Werbevermarkter Ströer bekommt im laufenden zweiten Quartal Auswirkungen der Corona-Krise zu spüren. Die Umsatzerlöse entwickelten sich aufgrund der Virus-Pandemie deutlich unter den Vorjahreswerten, teilte das Unternehmen am Dienstag in Köln mit. Besonders stark sei das Segment Außenwerbung von den Folgen der Krise betroffen.

Bereits im März hatte das im Nebenwerte-Index SDax notierte Unternehmen seine Prognose fürs Gesamtjahr gestrichen. Zudem verschob Ströer die Hauptversammlung auf die zweite Jahreshälfte und traf bisher keine Entscheidung über die Dividendenhöhe. Für das vergangene Jahr 2019 hatte Ströer Ende März Rekordzahlen veröffentlicht und das 29. Wachstumsquartal in Folge angemeldet. Diese Serie droht im Rahmen der Pandemie ein rasches Ende. Die Aktie von Ströer sauste Anfang März steil hinab, verlor vom 4. bis zum 23. März beinahe die Hälfte ihres Werts (von knapp 75 Euro auf knapp 40 Euro), befindet sich aber momentan wieder auf Erholungskurs.

Im ersten Quartal kletterte der Umsatz noch um 5 Prozent auf 368 Millionen Euro. Aus eigener Kraft lag das Umsatzwachstum bei 6 Prozent. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg um 6 Prozent auf 124 Millionen Euro. Der auf die Aktionäre entfallende Überschuss verdoppelte sich fast auf 19,9 Millionen Euro.

dpa/ lk

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