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Wall Street Journal

Das Wall Street Journal durchbricht die Marke von drei Millionen Abonnenten

Das Wall Street Journal gehört seit 2007 zum Medien-Imperium von Rupert Murdoch.

Nicht nur die New York Times verbucht neue Abonnentenrekorde in der Corona-Krise. Auch der langjährige Rivale Wall Street Journal erfreut sich in Zeiten hochvolatiler Ausschläge an den Finanzmärkten anhaltender Leserzuwächse. Wie Mutterkonzern News Corp. gestern im Rahmen der Quartalsbilanz bekanntgab, durchbrach das 131 Jahre alte Pflichtblatt der amerikanischen Börsen die Schallmauer von drei Millionen Abonnenten. Der Zuwachs an Digitalabonnenten fiel dabei erneut zweistellig aus.

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„Der Mann, dem die Nachrichten gehören“, wie Starjournalist Michael Wolff einst Medientycoon Rupert Murdoch in seiner Biografie titulierte („The Man who owns the news“), sorgt auch nach dem Verkauf seines Medienimperiums 21st Century Fox an Disney weiter für große Schlagzeilen.

Geblieben ist Murdoch nach der spektakulären 71-Milliarden-Dollar-Übernahme immer noch das Verlagsgeschäft News Corp., zu dem einige der auflagenstärksten und prestigeträchtigsten Zeitungen der Welt gehören – darunter The Sun, The New York Post, The Times of London und vor allem das Filetstück Wall Street Journal (WSJ), das sich Murdoch 2007 mit der Akquisition des Dow Jones-Verlags für enorme 5,6 Milliarden Dollar sicherte.

Im Schatten der New York Times

Dass der 89-Jährige, den ein Spiegel Online-Kolumnist für „den gefährlichsten Mann der Welt“ hält, seinerzeit für das WSJ überbezahlt hat, spiegelt den Werteverfall der Verlagsbranche wider – heute wird die gesamte New York Times Company für den Kaufpreis von Dow Jones & Co an der New Yorker Börse gehandelt.

Die führende Wirtschaftszeitung der Welt reiht sich allerdings gleich hinter dem Branchenprimus ein, wie die neusten Quartalszahlen von Mutterkonzern News Corp. deutlich machen, die Aufschluss über die Geschäftsentwicklung des Wall Street Journals gaben.

Wall Street Journal mit drei Millionen Abonnenten

So knackte das 131 Jahre Pflichtblatt der amerikanischen Börsen den Meilenstein von drei Millionen Abonnenten. 2,2 Millionen der zahlenden Leser entschieden sich dabei ausschließlich für das Digitalabonnement – ein Zuwachs von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Der Dow Jones-Verlag, zu dem u.a. auch das Wirtschaftsmagazin Barron’s und der Finanzinformationsdienst Dow Jones Newswires gehört, konnte einen Zuwachs seiner Digitalabonnenten von gar 20 Prozent auf 2,5 Millionen zahlungswilligen Lesern ausweisen.

News Corp. mit rückläufigen Umsätzen

Mutterkonzern News Corp., zu dem neben dem Verlagsgeschäft auch die Buchsparte mit HarperCollins, eine Video-Streamingsparte mit den australischen Angeboten von Foxtel und Kayo und eine Online-Unit mit dem Immobilienangebot Move gehört, musste im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wegen der Corona-Krise deutliche Umsatzeinbußen hinnehmen.

Die Erlöse gaben in den ersten drei Monaten des Jahres um 8 Prozent auf 2,27 Milliarden Dollar nach und lagen damit marginal unter den Analystenschätzungen. Die mit Anzeigen erzielten Umsätze gaben um 14 Prozent nach.

„Wir operieren in einer veränderten, schwierigen Zeit“, gab CEO Robert Thompson mit Blick auf die COVID-19-Pandemie zu.  Netto verbuchte News Corp. einen Verlust von einer Milliarde Dollar, der allerdings durch Abschreibungen im Zuge des Verkaufs von News America Marketing bzw. einer Neubewertung von Foxtel zustande kam.

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