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Corona-Krise

New Work SE steigert Umsatz trotz Corona – Marketing- und Event-Bereich stark betroffen

New Work-CEO Thomas Vollmoeller

Die New Work SE hat die Zahlen für das 1. Quartal präsentiert: Trotz eines steigenden Umsatzes muss das Unternehmen wegen der Corona-Krise, zu dem unter anderem Xing und Kununu gehören, in manchen Bereichen mit Einbußen leben. Zudem kündigte CEO Thomas Vollmoeller ein neues Arbeitgebersiegel an.

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Die Corona-Krise geht auch an New Work SE nicht spurlos vorbei. Die Betreiberin der Plattformen Xing und Kununu hat deutlich zu spürende Auswirkungen im B2B-Neugeschäft hinnehmen müssen, wie die Zahlen für das erste Quartal zeigen. Gleichwohl gingen die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um zehn Prozent nach oben und liegen bei 68,9 Millionen Euro (Vorjahr: 62,6).

Der Bereich „B2B Marketing Solutions & Events“ wurde durch die Corona-Pandemie deutlich beeinflusst: Werbekunden haben auch bei Xing ihre Ausgaben reduziert, heißt es, und Veranstalter mussten ihre Events wegen der Beschränkungen absagen. In Zahlen: Der Umsatz liegt im 1. Quartal bei 4,6 Millionen Euro und damit satte 25 Prozent unter dem Vorjahreswert von 6,1 Millionen Euro. Im Gegensatz dazu konnte das Geschäftsfeld „B2B E-Recruiting“ um 24 Prozent zulegen, das B2C-Geschäft um zwei Prozent.

„Mittel- und langfristige Trends sind nach wie vor intakt“, sagt CEO Vollmoeller

Trotz des Wachstums im operativen Bereichs lag das EBITDA im 1. Quartal 2020 mit 15,9 Millionen Euro rund zehn Prozent unter dem Vergleichswert (17,7). Grund dafür seien „einmalig ergebnisbelastende Effekte im ersten Quartal 2020 sowie einmalig ergebnisverbessernde Effekte im Vorjahr“.

Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn unterm Strich legte um fast 30 Prozent auf 9 Millionen Euro zu. Zu seinen Jahreszielen machte das SDax-Unternehmen zunächst keine Angaben. Ende Februar hatte New Work für 2020 eine Umsatzsteigerung auf mehr als 300 Millionen Euro angepeilt. Das operative Ergebnis soll laut den damaligen Plänen die Marke von 100 Millionen Euro knacken.

CEO Thomas Vollmoeller sagt zu den Zahlen: „Zwar erleben auch wir den Effekt der Pandemie, insbesondere im Neugeschäft beim E-Recruiting sowie bei den Themen Marketing und Events. Allerdings verzeichnen wir auch in Corona-Zeiten insgesamt ein stabiles Geschäft.“ Als Grund nennt er  das Bestandsgeschäft sowohl im B2C- wie im B2B-Bereich, das zu rund 80 Prozent aus im Voraus bezahlten Abo-Verträgen bestehe. „Wenngleich wir in den kommenden Monaten mit zurückhaltendem Kundenverhalten beim Neugeschäft rechnen müssen, sind die mittel- und langfristigen Trends, die unseren Aktivitäten zugrunde liegen, nach wie vor intakt“, so Vollmoeller.

In Kürze startet ein Arbeitgebersiegel, weitere Corona-Maßnahmen

Im Zuge der Vorstellung der Quartalszahlen kündigte New Work ein neues Arbeitgebersiegel an, das in Kürze starten soll. „Es honoriert Unternehmen, die ein mitarbeiterorientiertes Arbeitsumfeld schaffen, in dem Mitarbeiter eigenverantwortlich zusammenarbeiten und ihre Potenziale frei entfalten können“, so die Ankündigung. Wissenschaftlich begleitet wird das Siegel von der Handelshochschule Leipzig.

Zu den weiteren Maßnahmen bei den New Work-Marken – die vor dem Hintergrund der Pandemie entwickelt wurden – zählen beispielsweise die Kampagnen #WirHelfenFreelancern oder „Zuhause bleiben, online Events erleben“, um digitale Event-Formate sichtbar zu machen. Aber auch ein Mitarbeitertausch soll gefördert werden: Xing möchte Unternehmen zusammenbringen, die derzeit Mitarbeiter ohne Beschäftigung wie Kurzarbeit haben, mit Unternehmen, welche dringend Hilfe brauchen.

tb

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