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Betrügerische Werbung

Google hat im vergangenen Jahr 2,7 Milliarden Anzeigen blockiert

Google hat nach eigenen Angaben allein im vergangenen Jahr rund 2,7 Milliarden Anzeigen als betrügerisch definiert und gelöscht. Umgerechnet auf das Jahr bedeutet das 5.000 Anzeigen pro Minute. Womit Google übrigens 17 Prozent mehr Anzeigen löschte, als 2018 (2,3 Milliarden).

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Der Suchmaschinenriese Google hat es sich zur Aufgabe gemacht, die User vor Attacken von außen zu schützen. Darum sitzen im Silicon Valley dutzende Mitarbeiter, die nichts anderes zu tun haben, als Anzeigen auszumachen, denen irgendwie eine betrügerische Absicht unterstellt werden kann. Sei es, dass es Fishing-Anzeigen sind. Sei es, dass die Anzeigen auf Websites mit illegalen Inhalten führen.

17 Prozent Steigerung zum Vorjahr

Von beidem gibt es reichlich. Allein 2019 hat das Unternehmen, wie es in seinem Blog mitteilte, 2,7 Milliarden dieser unlauteren Anzeigen ausgemacht und gelöscht. Umgerechnet auf das Jahr bedeutet das 5.000 Anzeigen pro Minute. Womit Google übrigens 17 Prozent mehr Anzeigen löschte, als 2018 (2,3 Milliarden).

Mit dem Löschen der Anzeigen ging auch die Löschung von 1,2 Millionen Google-Konten und weiteren 21 Millionen Webseiten einher, die allesamt gegen die Google-Richtlinien verstoßen hatten.

Phishing- und „Trick to Click“-Anzeigen nehmen ab

Ziemlich beliebt, aber zumindest weniger „geschaltet“ wurden 2019 Phishing-Anzeigen, die darauf abzielen, an sensible Daten der User zu gelangen. Besonders beliebt schien es gewesen zu sein, an diejenigen zu adressieren, die online ihren Pass verlängern wollten. Diese Anzeigen, so beschreibt es Scott Spencer im Google-Blog, seien offensichtlich schlechte Kopien der echten Behördenanzeigen gewesen und hatten einzig den Zweck, Sozialversicherungs- und Kreditkartennummern abzufangen. Google spricht von 35 Millionen Anzeigen, die das Unternehmen im vergangenen Jahr erkannt und gelöscht hat.

Ebenfalls weniger sollen laut Google sogenannte „Trick to Click“-Anzeigen zum Einsatz kommen. Sie sehen oft aus wie Systemwarnungen, erscheinen prominent in Anwendungsbildschirmen und sollen zum Klick darauf verleiten. Hiervon löschte das Unternehmen im vergangenen Jahr 19 Millionen.

Zugenommen haben allerdings die Anzeigen, die Kredite bewerben, die niemals genehmigt werden, weil es sie gar nicht gibt, respektive die irreführende Kreditbedinungen haben. Insgesamt spricht Google hier von 9,6 Millionen Anzeigen, die dem „Lösch-Button“ zum Opfer fielen. Also etwas doppelt so viele, wie noch im Jahr davor.

Covid-19 pusht neue Betrugsmuster

Seit Covid 19 die Welt in Atem hält, stoßen die  hausinternen „Anzeigendetektive“ immer öfter auf Anzeigen, in denen Schutzmasken angeboten werden, die mutmaßlich nie ihren Weg zum Käufer antreten. Um dem Einhalt zu gebieten, hat der Suchmaschinengigant laut Spencer eine Task Force eingerichtet.

Mit Erfolg, wie Spencer sagt. Inzwischen sei es der Truppe gelungen, mehrere dutzend Millionen Anzeigen zu erkennen und zu löschen, die gegen Richtlinien verstoßen haben. Dazu gehören unter anderem solche, die offensichtlich absurde Preise für Waren aufrufen, die die weltweiten Engpässe bei medizinischen Heil- und Hilfsmitteln ausnutzen, irreführende Behauptungen zu Heilmitteln verbreiten oder illegaler Arbeitslosenunterstützung werben.

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