Anzeige

Einigung erzielt

NRW-Lokalradios erhalten sechsstellige Corona-Hilfe

Foto: Lukas Schulze/dpa

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat sich gemeinsam mit den Vertretern des Lokalfunks, den Infrastrukturanbietern und der Landesanstalt für Medien NRW auf den „Solidarpakt Lokalfunk NRW“ geeinigt. Dieser sichert dem Lokalfunk künftig finanzielle Unterstützung zu.

Anzeige

Seit mehreren Wochen liefen die Diskussionen: Nun hat sich die nordrhein-westfälische Landesregierung gemeinsam mit den Vertretern des Lokalfunks, den Infrastrukturanbietern und der Landesanstalt für Medien NRW auf den „Solidarpakt Lokalfunk NRW“ verständigt. Durch den deutlichen Rückgang von Werbeeinnahmen und damit der zentralen Einnahmequelle durch die Corona-Auswirkungen sehen die Lokalfunkanbieter journalistisch-redaktionelle Arbeitsplätze bedroht.

Nach Informationen der dpa fließt nun ein höherer sechsstelliger Betrag, über den für drei Monate die Fixkosten für die Verbreitung der Radioprogramme gesichert werden sollen. Das nötige Geld steuern im Wesentlichen die Landesregierung und die Landesanstalt für Medien NRW zu, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. NRW-weit senden nach Angaben der Medienanstalt 44 lokale Radiosender. Hinzu kommt Radio NRW, das ein Rahmenprogramm für die Sender produziert

Im Gegenzug verpflichten sich der Verband Lokaler Rundfunk und der Verband der Betriebsgesellschaften, die redaktionellen Arbeitsplätze im Lokalfunk bis zum 30. September dieses Jahres zu sichern. Außerdem sichern die Lokalsender zu, bis Ende September eine durchschnittliche Quote von mindestens 75 Prozent der Aufträge für freiberuflich tätige Journalisten zu erfüllen. Sollte es dennoch zu finanziellen Engpässen während der Krise kommen, sollen laut Medienanstalt NRW seitens der Infrastrukturanbieter Stundungen genehmigt werden.

Nathanael Liminski, Chef der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen und für Medien zuständiger Staatssekretär, sagt zum Pakt: „Mit dem Solidarpakt Lokalfunk NRW stellen wir sicher, dass der Lokalfunk auch in Krisenzeiten sendet. Dabei haben wir fest angestellte Redakteure genauso wie freie Journalisten im Blick, denn sie stellen alle zusammen Medienvielfalt und -sorgfalt sicher.“

tb

Erfahren Sie mehr über unser Magazin-Abo.

Anzeige