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Max kehrt an die Kioske zurück: „Viele sehnen sich nach etwas, das bleibt“

Die Magazin-Ikone Max kehrt an die Kioske zurück Foto: Copyright MAX magazín s.r.o. / Gerhard Merzeder

Einer der beiden Gründer des Lifestyle-Titels Max – der Italiener Max Iannucci – wagt den Neuanfang: Er bringt die Magazin-Ikone in Europa und den USA wieder an die Kioske. Als Chefredakteur für das Revival wurde Bastian Fuhrmann verpflichtet. In der ersten Ausgabe geht es um das Thema Mut.

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Es ist das Revival einer Magazin-Ikone: Die Glamour- und Lifestyle-Zeitschrift Max kehrt in englischer Sprache zurück an die Kioske. Chefredakteur der neuen Max ist Bastian Fuhrmann. Er sagt: „Sicherlich braucht es eine gute Portion Mut, um ein Print-Magazin gerade jetzt auf den Markt zu bringen“. Und weiter: „Doch besonders in dieser schnelllebigen, digitalen Zeit sehnen sich viele nach Haptik und Themen, die einen Klick überdauern und nicht einfach im digitalen Kosmos verpuffen. Etwas, das bleibt, das man noch einmal hervorholt und sich gerne anschaut. Das schafft kein digitales Produkt.“ Das Team arbeitete gleich aus mehren Ländern am Revival, aus Deutschland, Italien, Tschechien und England.

Noomi Rapace und ein japanischer Schneider

In der ersten Ausgabe der neuen Max steht das Thema Mut im Mittelpunkt. Das Cover ziert die Schauspielerin Noomi Rapace, bekannt aus der Verfilmung Millenium-Trilogie des schwedischen Autors Stieg Larsson. Dazu liefert ein enger Vertrauter des Starfotografen Peter Lindbergh, der im September 2019 verstarb, wie es heißt, „ungesehene Bilder und dokumentiert unvergessliche Momente“. Das Magazin berichtet zudem über einen japanischen Schneider, der uralte Singer-Nähmaschinen in Brooklyn zum Laufen bringt, „um die Jeans seines Lebens zu schneidern“.

Max-Chefredakteur Bastian Fuhrmann

Max hat eine bewegte Geschichte, auch als deutsches Lizenzprodukt. Größer als die damals üblichen Formate und mit langen, aufwändig arrangierten Fotostrecken bringt der Medienunternehmer Dirk Manthey den deutschen Ableger 1991 auf den Markt. Mit den Jahren verliert die Max aber an Auflage und spürt den Druck des Anzeigenmarkts. 2010 zieht Großverleger Hubert Burda, der 1995 bei Milchstrasse (TV Spielfilm, Fit for Fun) eingestiegen war und 2004 die Mehrheit übernommen hatte, endgültig die Reißleine. „In einem schwierigen Marktumfeld konnte Max trotz hoher Investitionen nicht das notwendige Erlösniveau erzielen“, hieß es damals. Nun ist das Original zurück.

Mitarbeit: Ben Krischke 

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