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Comeback beim Spiegel

Chefredakteur Steffen Klusmann holt Nikolaus Blome zurück

Zwei Jahre lang war Nikolaus Blome Mitglied der Chefredaktion beim Spiegel, bevor er zu Axel Springer als Politik-Chef der Bild-Zeitung wechselte. Jetzt holt ihn Spiegel-Chefredakteur Steffen Klusmann zurück – als Kolumnisten.

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Lange Zeit war es um Nikolaus Blome still geworden, nachdem er als stellvertretender Chefredakteur und Politik-Chef im Oktober 2019 bei der Bild-Zeitung ausschied. Zwar hielten sich danach hartnäckig Gerüchte, er sei mit der Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer um einen Posten im Gespräch, falls diese ins Kanzleramt zieht. Doch nach ihrer Absage, die Kanzlerkandidatur anzutreten, verstummten die Spekulationen über die berufliche Zukunft von Blome rasch.

Jetzt hat der Journalist einen neuen Job gefunden. Er schreibt künftig im Spiegel die Kolumne „Jetzt erst recht(s)“, die aktuelle Themen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft aufgreift. „Nikolaus Blome ist eine starke liberal-konservative Stimme. Ich freue mich, dass wir ihn als Kolumnisten gewinnen konnten“, erklärt Spiegel-Chefredakteur Steffen Klusmann. Nun, in seiner neuen Rolle wird Blome wohl auch ein Stück weit Jan Fleischhauer ersetzen, der 2019 zum Focus wechselte.

Für ihn ist es ein Comeback bei dem Nachrichtenmagazin. Hier leitete er von 2013 bis 2015 als Mitglied der Chefredaktion das Hauptstadtbüro. Sein Wechsel damals war stark umstritten und sorgte für Widerstand in der Redaktion. Allen voran die Tatsache, dass ein ehemaliger Bild-Mann als Vize-Chef anfangen sollte, sorgte für Unmut. Der damalige Chefredakteur Wolfgang Büchner musste zurückrudern, Blome wurde Mitglied der Spiegel-Chefredaktion. Fachlich und kollegial gab es, wie damals zu hören war, gegen ihn nichts einzuwenden (MEEDIA berichtete).

Zuvor war Blome als stellvertretender Chefredakteur der Bild aktiv. Dort zeichnete er unter anderem auch für die Einführung von Bild Politik mit verantwortlich. Doch das Magazin scheiterte am Lesermarkt kläglich. Der Berliner Springer-Konzern stellte den Titel im Zuge der geplanten Neuausrichtung und der Strukturmaßnahmen bei der Bild-Gruppe ein.

gl

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