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PR-Ranking 2019: Fischer Appelt im Rekordjahr Spitzenreiter

Der Vorstand von FischerAppelt: (v. li.) Bernhard Fischer-Appelt, Franziska von Lewinski, Matthias Wesselmann und Andreas Fischer-Appelt (Foto: ©FischerAppelt)

Eine Umfrage des PR-Journals zeigt: Für die Branche war 2019 ein goldenes Jahr. Der Umsatz stieg branchenweit um 8,8 Prozent auf rund 820 Millionen Euro, die Zahl der Mitarbeiter stieg ebenfalls um 9,7 Prozent auf etwas mehr als 7.000 Mitarbeiter an. An der Spitze: Fischer Appelt. Die Erwartungen für 2020 fallen gedämpfter aus.

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Einmal im Jahr veröffentlicht das PR-Journal ein Ranking, das PR-Agenturen deutschlandweit erfasst und miteinander vergleicht. Im Fokus dabei stehen Kennzahlen wie Umsatz oder Mitarbeiterzahl. Für das aktuelle Ranking nahm das Portal Kontakt zu 138 PR-Agenturen auf. Die Ergebnisse der Umfrage wurden nun veröffentlicht.

Erstmals seit acht Jahren gibt es einen Wechsel an der Spitze des Rankings: Nachdem die MC Group das Ranking seit 2011 anführte, übernahm im vergangenen Jahr Fischer Appelt die Führung. Der Grund: Fischer Appelt übernahm im März vergangenen Jahres die Hamburger Agentur Philipp und Keuntje und machte damit in Sachen Wachstum und Umsatz einen großen Satz nach vorne. Das bescherte Fischer Appelt nicht nur einen Umsatzsprung um 24 Millionen Euro von 58,7 in 2018 auf 82,7 Millionen Euro (+ 40,9 %) in 2019, sondern auch ein Mitarbeiterwachstum um 210 auf nun 714.

Die Branche 2019 weiterhin im Aufwind

Der Blick auf die weiteren Top-10-Agenturen zeigt ein uneinheitliches Bild. Edelman (Platz 3: – 15 Prozent) und Oliver Schrott Kommunikation (Platz 7; – 4,5 Prozent) vermeldeten sinkende Honorarumsätze, die Agenturgruppe Ketchum konnte das Vorjahresergebnis halten. Ein leichtes Wachstum (+ 2,1 Prozent) weist Media Consulta (Platz 2; 63,02 Mio. Euro) aus. Alle weiteren Agenturen der Top 10 freuen sich über ein mindestens zweistelliges prozentuales Umsatzplus: Neben der Serviceplan Content Group (Platz 5; + 19,1 Prozent auf 28,68 Mio. Euro) und legt in den Top 10 vor allem Achtung! starke Wachstumszahlen vor. Mit 45 Prozent Zuwachs ist Achtung! die Agentur mit dem größten Plus unter den Top 10 (Platz 6; 27,83 Mio. Euro).

Foto: obs/PR-Journal/(c) PR-Journal

Insgesamt zeichnet sich ein sehr positives Bild des vergangenen Jahres: Die teilnehmenden 138 Agenturen der PR- und Kommunikationsbranche erwirtschafteten einen Gesamthonorarumsatz von 820,72 Millionen Euro, das entspricht einem Plus von 8,8 Prozent (grüne Säule). Auch bei der Mitarbeiterentwicklung zeigt die Kurve steil nach oben. Zum 31. Dezember 2019 waren 7.113 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den PR- und Kommunikationsagenturen beschäftigt, eine Steigerung von 9,7 Prozent (graue Säule).

Corona dämpft die Erwartungen

Der Blick in die Zukunft hingegen ist in der PR-Branche wie in den meisten Bereichen ungewiss. Gerhard Pfeffer, Gründer des PR-Journals ordnet ein: „Zunächst einmal sind die Zahlen von 2019 für die PR- und Kommunikationsagenturen äußerst erfreulich. Doch natürlich – und dafür haben wir ja gleich die aktuellen Zahlen mitgeliefert – ist die Stimmung derzeit sehr getrübt.“

Der Blick auf die zu erwartenden Honorarumsätze für das gesamte Jahr 2020 zeigt eine vorsichtig optimistische Sicht: Demnach geht ein Drittel (34 Prozent) der Agenturen davon aus, dass es zu keinem Rückgang kommt. So erwartet jede fünfte Agentur (19 Prozent) eine Steigerung und 15 Prozent gehen davon aus, dass es zu einer Stagnation kommen wird. Von einer rückläufigen Geschäftsentwicklung von bis zu zehn Prozent gehen 28 Prozent der Agenturen aus. Starke Einbußen von 20 Prozent und mehr erwarten 31 Prozent der teilnehmenden Agenturen für das Gesamtjahr.

lk

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