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Medienkonzern Vivendi warnt vor schwierigem zweiten Quartal bei Tochter Havas

Foto: Vivendi

Der französische Medienkonzern Vivendi hat sich im ersten Quartal dank seiner Musiksparte ordentlich geschlagen. Gleichwohl warnte das Management vor den Auswirkungen der Pandemie auf das zweite Quartal bei der Werbeholding Havas, in der sich schon im März der Abschwung abzeichnete.

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Der Umsatz kletterte im Vorjahresvergleich um 12 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro, wie der Konzern am Montag in Paris mitteilte. Aus eigener Kraft – also ohne Wechselkurseffekte sowie Zu- und Verkäufe – hätte das Wachstum 4,4 Prozent betragen. Vivendi präsentiert zum ersten Quartal lediglich Angaben zum Umsatz und nicht zum Gewinn.

Vivendi profitiert von Streaming-Erlösen

Die Corona-Krise habe zu Jahresbeginn nur begrenzten Einfluss auf den Umsatz gehabt, hieß es. „Das zweite Quartal wird unzweifelhaft von der aktuellen Gesundheitskrise betroffen sein“, teilte Vivendi mit. Im Musikgeschäft der Tochter Universal Music Group (UMG) zogen die Geschäfte dank wachsender Streaming-Erlöse um 18 Prozent an, neue Veröffentlichungen von Stars wie Justin Bieber und Eminem gehörten zu den Bestsellern.

Weil Vivendi im ersten Quartal 10 Prozent der Universal-Anteile an den chinesischen Tech-Konzern Tencent verkaufte, flossen dem Unternehmen 2,8 Milliarden Euro in die Kasse. Über weitere Verkäufe von Minderheitsanteilen hinaus will Vivendi das Geschäft bis spätestens 2023 an die Börse bringen. Auch bei der Fernsehtochter Canal Plus legte der Umsatz zu.

dpa/igo

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