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Agentur ressourcenmangel unterstützt Soforthilfeaktion für Kinder

Banner zur Aktion

Der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) der Bundesregierung und die Berliner Agentur ressourcenmangel haben eine Aktion gestartet, die Kindern in häuslich schwierigen Situationen auch in Zeiten des Lockdowns Hilfe anbietet.

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Die Corona-Krise ist für Kinder in schwierigen häuslichen Situationen eine Bedrohung. Der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) der Bundesregierung hat mit der Unterstützung der Agentur ressourcenmangel die Aktion „Kein Kind alleine lassen“ gestartet. Darin richtet die bundesweite Initiative einen dringenden Appell an die Bevölkerung, in der aktuellen Situation die Kinder und Jugendlichen trotz physischer Distanz nicht aus den Augen zu verlieren.

Zunahme familiärer Gewalt während der Pandemie befürchtet

Hintergrund der Aktion ist, dass der UN-Generalsekretär António Guterres vor einer „schrecklichen Zunahme“ familiärer Gewalt während der Corona-Pandemie warnte. Das Risiko sei deshalb sehr hoch, weil übliche Kontrollinstanzen wie Schulen, Kitas, Tagesmütter oder -väter sowie Sportvereine, die normalerweise Anzeichen für innerfamiliäre Gewalt bemerken, in der momentanen Situation wegfallen. Besonders tragisch ist, dass erste Rückmeldungen von Beratungsstellen zeigen, Anrufe von bedrohten Kindern seien rückgängig. Die Erklärung der Experten: Die aktuelle Situation mache es von Missbrauch und anderer Gewalt gefährdeten oder betroffenen Kindern unmöglich, unbeobachtet zu telefonieren, wenn die Täter ganztägig zuhause sind. Das mache ein Online-Angebot als Anlaufstelle für diese Kinder und Jugendlichen derzeit umso wichtiger.

Auf der Landingpage www.kein-kind-alleine-lassen.de erhalten sie per Chat, E-Mail oder Telefon direkten Kontakt zu Hilfsangeboten, die auch während der Corona-Krise erreichbar sind. Die Botschaft der Aktion an gefährdete Kinder soll eindeutig sein: Du bist nicht allein. Denn die Website ermöglicht auch das direkte Mithelfen: Neben weiterführenden Links und Informationen bietet sie Flyer und Plakate zum Ausdrucken und Teilen. „Wir wollen klarmachen: Schon das Aufhängen eines Flyers im Hausflur kann helfen, die Nachbarschaft daran zu erinnern, sich um Kinder und Jugendliche aus dem eigenen Umfeld zu kümmern und aufeinander aufzupassen.“, so der Missbrauchsbeauftragte Johannes-Wilhelm Rörig. Für den Notfall, dass das hilfesuchende Kind vom Täter oder der Täterin überrascht wird, gibt es übrigens einen Exit-Button, der die Website sofort verschwinden lässt.

cb

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