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Corona-Krise: Publicis will 500 Millionen Euro einsparen – erste Entlassungen geplant

Foto: Publicis

Das französische Agenturnetzwerk Publicis hat sich für 2020 ein massives Sparprogramm verordnet, um den Folgen des Shutdowns in der Corona-Krise zu begegnen. Internationale Medienberichte sprechen von ersten Entlassungen in Großbritannien.

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„Es besteht kein Zweifel, dass wir uns in einer beispiellosen Gesundheitskrise befinden, die uns zu der größten Rezession in lebender Erinnerung führen wird. Es ist noch zu früh, um die vollständigen Auswirkungen auf unsere Kunden und unser Geschäft vorherzusagen“, äußert sich Arthur Sadoun, Vorsitzender und CEO der Publicis Groupe im aktuellen Quartalsbericht.

Auf einen konkreten Ausblick für das Geschäftsjahr verzichtet der Konzern daher. Was jedoch feststeht, ist ein umfangreiches Sparpaket der Gruppe im Umfang von 500 Millionen Euro mit voller Wirkung im noch laufenden Geschäftsjahr 2020. Damit will Publicis sich „wetterfest“ machen und für die Wiederherstellung nach dem Shutdown bereit sein. Vorstand, Mitarbeiter und Aktionäre sollen an einem Strang ziehen.

Publicis halbiert die Dividende für Aktionäre

„Wir bitten unsere Aktionäre um Solidarität mit unserem Unternehmen und unseren Mitarbeitern, indem wir die Dividenden um 50 Prozent (auf 1,15 Euro je Aktie) senken und die Auszahlung ausnahmsweise bis Ende September verzögern.“

Gleichzeitig hat das obere Managementteam der Gruppe beschlossen, seine feste Vergütung zu reduzieren. Der Aufsichtsrat erhält 30 Prozent weniger Gehalt ab Oktober. Geschäftsführer verzichten auf 20 Prozent. Doch auf einige Mitarbeiter scheint mehr zu zukommen.

Publicis Gruppe: Stellenabbau in Großbritannien geplant

„Wir werden weiterhin alles tun, um die Kosten zu senken und so viele Arbeitsplätze wie möglich zu schützen, aber leider müssen wir trotz aller gemeinsamen Anstrengungen in einigen Teilen unserer Gruppe doch Entlassungen vornehmen“, schreibt Annette King, Geschäftsführerin der Publicis Groupe UK, in einem Memo, das der PRweek vorliegt.

Der Stellenabbau soll die meisten britischen Agenturen der Gruppe betreffen, einschließlich vieler ihrer Kreativ-, Medien-, Produktions- und PR-Unternehmen. Publicis.Sapient und Kekst CNC sind bisher jedoch nicht Teil dieser Kürzungen in Großbritannien, da sie global verwaltet werden.

Der Aktienkurs von Publicis war Mitte März von über 42 Euro auf knapp über 20 Euro eingebrochen. Mittlerweile liegt er im Zuge der allgemeinen Markterholung wieder bei rund 30 Euro. Am 3. Mai 2019 konnte die Aktie ihr 52-Wochen-Hoch mit über 51 Euro erreichen.

igo

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