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„Dramatischer Werbeeinbruch“: Vaunet bittet Staat um Unterstützung für Privatradios in der Corona-Krise

Klaus Schunk – Foto: Vaunet / Christoph Assmann

Der Verband Privater Medien (Vaunet) appelliert an Bund und Länder, private Radioveranstalter in der Coronavirus-Krise zu unterstützen. In einem Brief an die Ministerpräsidenten, Staatskanzleien, mehrere Bundesminister und Landesmedienanstalten, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, heißt es: „Der dramatische Werbeeinbruch wird bei den privaten Hörfunkveranstaltern für sehr lange Zeit sehr tiefe Spuren hinterlassen.“

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Weiter heißt es: „Ohne existenzsichernde Maßnahmen wird uns im ohnehin schon ungleichen Wettbewerb mit den haushaltsabgabenfinanzierten öffentlich-rechtlichen Angeboten auf lange Zeit die erforderliche Innovationsfähigkeit geraubt.“

Der Vaunet-Vorsitzende für den Bereich Radio und Audiodienste, Klaus Schunk, betonte in dem Brief auch: „Ohne existenzsichernde Maßnahmen droht das duale System endgültig aus dem Gleichgewicht zu geraten.“ Je kleiner beziehungsweise lokaler der private Rundfunkveranstalter sei, umso massiver sei der Druck. Letztlich gehe es um das wirtschaftliche Überleben vieler privater Rundfunkveranstalter über das Jahresende hinaus.

Dem Verband zufolge ist eine Förderung in mehreren Bereichen notwendig: Kurzfristig sollten etwa technische Verbreitungskosten bis Jahresende übernommen und der private Rundfunk bei Werbekampagnen des Bundes und der Länder einbezogen werden. Mittelfristig sollte es unter anderem über mehrere Jahre steuerliche Erleichterungen für die Verbreitungskosten und einen befristeten Verzicht der Bundesnetzagentur auf die Frequenzabgabe geben. Der Verband spricht sich auch für einen Runden Tisch aus.

dpa

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