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Vorgezogenes Delisting: Axel Springer will nun früher von der Börse gehen

Verlagshaus Axel Springer SE in Berlin
Verlagshaus Axel Springer SE in Berlin Foto: imago images / Jürgen Ritter

Nach rund 35 Jahren will sich der Medienkonzern Axel Springer von der Börse zurückziehen. Nun soll das sogenannte Delisting bereits bis spätestens 9. April wirksam werden.

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Die Axel Springer SE will sich früher von der Börse zurückziehen als bislang geplant. Man bemühe sich, dass das sogenannte Delisting bereits am 6. April oder in den Tagen bis zum 9. April wirksam wird, wie der Medienkonzern am Mittwoch in Berlin mitteilte. Bisher war der Ausstieg für den 4. Mai angedacht. So hatte man noch die Hauptversammlung der Aktionäre am 22. April abwarten wollen – diese verschiebt der Konzern aber wegen der Coronavirus-Krise (MEEDIA berichtete).

Der US-Finanzinvestor Kohlberg Kravis Roberts (KKR) hat seinen Anteil an den Aktien des Medienkonzerns inzwischen auf rund 47,62 Prozent aufgestockt. Hintergrund ist der Börsenrückzugs-Plan des Medienhauses. KKR hatte den Streubesitz-Aktionären angeboten, zuvor ihre Anteile an den Investor zu verkaufen. Im Ergebnis beläuft sich der nun hinzugekaufte Anteil auf etwa 2,6 Prozent aller Springer-Aktien, wie der US-Finanzinvestor mitteilte. Der Streubesitz hatte Ende Februar bei rund 3,5 Prozent gelegen.

Die weitere Aktionärsstruktur sieht so aus: Die Witwe des Verlagsgründers, Friede Springer, und Vorstandschef Mathias Döpfner halten zusammen rund 45,4 Prozent des Grundkapitals. Auf die Enkel des Verlagsgründers, Ariane Melanie Springer und Axel Sven Springer, entfallen zudem 6 Prozent.

Im vergangenen Jahr ging Springer eine strategische Partnerschaft mit KKR ein. Ziel ist es, noch schneller im Digitalen zu wachsen.

dpa

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