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Wegen Corona-Krise: Apples nächster iPhone-Launch könnte sich um ein bis zwei Monate verschieben

Nächster iPhone-Launch: Greifen die Kunden wie gewohnt zu?
Nächster iPhone-Launch: Greifen die Kunden wie gewohnt zu? © Apple

Bislang ist Apple relativ unbeschadet durch die Corona-Krise gekommen – die Aktie hat weniger stark als die Vergleichsindizes verloren. Erst letzte Woche brachte der Tech-Pionier neue iPads und MacBooks auf den Markt. Ob Apple allerdings seinen alljährlichen Launch-Zyklus beim Kassenschlager iPhone aufrechterhalten kann, erscheint zweifelhaft. Die Analysten von JP Morgan rechnen inzwischen damit, dass sich die Auslieferung des neuen iPhones um ein bis zwei Monate verschieben könnte.

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Die Warnsignale hinsichtlich der Folgen der Corona-Pandemie für Apples Geschäftsentwicklung sind bereits seit Ende Januar zu vernehmen. “Es gibt mehr Unklarheit, es ist eine sehr ungewisse Situation”, hatte sich Apple-CEO Tim Cook vor knapp zwei Monaten gegenüber Analysten in Bezug auf das grassierende Coronavirus ungewohnt sorgenvoll geäußert.

Zwei Wochen später folgte eine Umsatzwarnung. Wegen des Coronavirus erwarte Apple nicht mehr, die ursprünglichen Umsatzziele im März-Quartal zu erfüllen. Dass sich der fast zweimonatige Stillstand in China auf Apples Produktionspläne auswirken könne, war seitdem befürchtet worden.

JP Morgan: iPhone-Launch könnte sich bis November verschieben

“Ich würde wetten, dass sich der Launch des nächsten Modells verschiebt”, mutmaßte etwa Jayashankar Swaminatha, Professor an der UNC Kenan-Flagler Business School, gegenüber dem Finanzinformationsdienst CNBC.

In die gleiche Kerbe schlägt nun der amerikanische Bank-Gigant JP Morgan. “Angesichts der Engpässe bei Produkttests und der Prototyp-Modell-Herstellung durch die jüngsten Flugbeschränkungen glauben wir, dass eine Verschiebung des iPhone-Launches von ein bis zwei Monaten tatsächlich passieren könnte. Wir glauben aber nicht, dass eine Verschiebung von ein oder zwei Quartalen wahrscheinlich ist”, schreibt JPMorgan-Analyst Gokul Hariharan einer Kurzstudie, die CNBC vorliegt. Unisono äußerte sich auch Bloombergs Apple-Reporter Mark Gurman.

Nikkei Asian Review: Apple entscheidet im Mai mögliche Verschiebung
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Stunden später bestätigte der Nikkei Asian Review JP Morgans These. Mit dem Vorgang vertraute Personen hätten der japanischen Tageszeitung mitgeteilt, dass Apple intern diskutierte, den ursprünglich im September avisierten Launch zu verschieben.

Die Gründe dafür seien nicht nur in der Unabhängigkeit von der verengten Lieferkette zu sehen. Apple ist auch darüber besorgt, dass die aktuelle Situation (durch die Corona-Pandemie – A.d.R.) den Appetit der Verbraucher, ihr iPhone upzugraden, signifikant verringern könnte, was zu einer mäßigen Aufnahme des ersten 5G iPhones führen dürfte”, erklärt eine ungeahnte Quelle gegenüber dem Nikkei Review. “Das erste 5G iPhone muss aber ein Hit werden”.

Worstcase-Szenario: 5G iPhone-Launch erst 2021

Für Apple ist ein Erfolg maßgeblich mit der wirtschaftlichen Situation in den USA und Europa verbunden. Beide Regionen sind aktuell die Epizentren der Corona-Pandemie. Wie die japanische Tageszeitung weiter berichtet, werde Apple eine finale Entscheidung über eine Verschiebung des iPhone-Launches im Mai treffen. “Im schlimmsten Fall könnte der 5G iPhone-Launch bis 2021 verschoben werden”, erklärte ein anderer Insider.

Trotz der andauernden Gerüchte um einen verspäteten iPhone-Launch und die ausgesprochene Umsatzwarnung ist Apple bislang besser als andere (Tech-)Unternehmen durch die Corona-Krise gekommen. Während der Leitindex Dow Jones aktuell 29 Prozent unter seinem Allzeithoch notiert, hat Apple lediglich 25 Prozent an Wert eingebüßt.

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