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Der US-„Playboy“ stellt sein Print-Magazin mit der Frühjahrsausgabe ein

"The Speech Issue" ist die letzte gedruckte, reguläre Ausgabe des US-"Playboy" Foto: playboy.com

Der US-amerikanische „Playboy“ setzt künftig fast komlett auf digitale Inhalte. Das gab Ben Kohn, CEO Playboy Enterprises, bei Medium.com bekannt. Das aktuell ausgelieferte Frühjahrsheft „The Speech Issue“ ist der letzte reguläre US-Print-„Playboy“.

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Kohn nimmt in seinem offenen Brief auf Medium.com und auf der „Playboy“-Website einen langen Anlauf für die News, dass der US-Print-„Playboy“ eingestellt wird. Zunächst verkündet Kohn vollmundig die Strahlkraft der Marke und den Erfolg des Unternehmens. Die Marke „Playboy“, schreibt er, sei „erfolgreicher denn je“. Einige Absätze später folgt dann der eher ernüchternde Fakt, dass die Print-Ausgabe eingestellt wird.

Natürlich wird auch das Coronavirus mit als Grund herangezogen. Durch die Effekte des Virus auf Produktionsketten sei man gezwungen gewesen, das Thema beschleunigt anzugehen. Alle „Playboy“-Inhalte würden ab sofort nur noch digital publiziert. 2020 soll es überhaupt kein Print-Erzeugnis mehr geben. Das Virus scheint hier freilich nicht der ausschlaggebende Grund zu sein.

Im kommenden Jahr will Playboy Enterprises dann auch wieder Print machen, aber nicht mehr als regelmäßiges Heft. Geplant seien Sonderausgaben, Kooperationen und so weiter. Der US-„Playboy“ erschien als Magazin zuletzt ohnehin nur noch vierteljährlich. Eine Print-Ausgabe kostete 24,99 US-Dollar. Die aktuelle und letzte Ausgabe „The Speech Issue“, mit dem Schwerpunktthema Freedom of Speech, ist im Online-Shop bereits ausverkauft. Das Stück hat Sammlerwert.

In Deutschland hatte Hubert Burda Media die Lizenz für den „Playboy“ 2019 abgegeben. Seither machen Chefredakteur Florian Boitin und Verlagsleiterin Myriam Karsch das Heft in Eigenregie weiter (MEEDIA berichtete).

swi

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