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Corona-Krise: Essener Mediengruppe Funke will Kurzarbeit beanspruchen

Foto: Funke

Die Corona-Krise trifft immer stärker die Medienbranche. Die Essener Funke Mediengruppe plant, Kurzarbeit anzumelden. Noch offen ist, welche Unternehmenssparten betroffen sind. Der Berliner Konkurrent Axel Springer prüft noch, ob er Gelder der Bundesagentur für Arbeit beansprucht. Bertelsmann will sich hierzu derzeit nicht äußern.

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Als Folge der Infektionskrankheit wird inzwischen die Bundesagentur für Arbeit (BA) mit Anfragen zur Kurzarbeit überhäuft. „Es geht durch die Decke“, sagte eine Sprecherin am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters.

Auch Medienunternehmen wollen staatliche Hilfen beanspruchen. Dazu gehört die Essener Funke Mediengruppe, zu der Blätter wie „WAZ“ oder die „Braunschweiger Zeitung“ gehören. „Wir werden leider in einzelnen Bereichen nicht um Kurzarbeit herumkommen“, erklärt ein Funke-Sprecher gegenüber MEEDIA. Welche Unternehmensteile betroffen sind, wollte der Sprecher nicht sagen.

Axel Springer prüft noch, ob Hilfen der Bundesagentur für Arbeit beantragt werden. „Wir sehen uns die Entwicklung derzeit genau an und prüfen alle Optionen. Zudem ist auch zu beachten, dass nicht alle Bereiche von Axel Springer gleich stark von der derzeitigen wirtschaftlichen Entwicklung betroffen sind. Um mit der aktuellen Sondersituation umzugehen, könnte auch die Anmeldung von Kurzarbeit eine Möglichkeit sein. Bisher haben wir dazu aber noch keine endgültige Entscheidung getroffen“, so ein Sprecher gegenüber MEEDIA.

Der Gütersloher Medienkonzern Bertelsmann, zu dem der TV-Konzern RTL und das Hamburger Zeitschriftenhaus Gruner + Jahr zählen, will sich zu dem Thema derzeit nicht äußern. Ein Firmensprecher verweist hier auf die Bilanzpressekonferenz am Dienstag nächster Woche.

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