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ProSiebenSat.1: Großaktionäre wollen angeblich Werner Brandt loswerden

Foto: P7S1

ProSiebenSat.1 kommt nicht zur Ruhe: Wie das „Manager Magazin“ berichtet, wollen die P7S1-Großaktionäre Aufsichtsratschef Werner Brandt loswerden. Angeblich auch, um Vorstandschef Max Conze zu entmachten.

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Dem Bericht zufolge erwägen sowohl der tschechische Milliardär Daniel Kretínský als auch der italienische TV-Konzern Mediaset, eine Abwahl Brandts als Aufsichtsratschef auf die Tagesordnung der nächsten Hauptversammlung setzen zu lassen. Diese ist aktuell auf den 10. Juni datiert. Das Magazin beruft sich auf Branchen- und Konzerninsider. Demnach verfolgen beide P7S1-Großinvestoren das Ziel, den Aufsichtsrat teilweise neu zu besetzen und im gleichen Zug den umstrittenen Vorstandschef Max Conze zu entmachten. Kritiker werfen Brandt vor, Conze nicht ausreichend in die Schranken zu weisen.

Seit Ende 2015 befindet sich der Aktienkurs von ProSiebenSat.1 auf Talfahrt. In der Ära Conze hat darüber hinaus schon eine Vielzahl an Führungskräften ProSiebenSat.1 verlassen. Dazu gehören Jan Frouman, Christof Wahl, Sabine Eckhardt und Jan Kemper, zuletzt auch Michaela Tod und Conrad Albert. Der begründete seinen Abschied gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“ so: “Ich werde ja öffentlich gerne beschrieben als einer, der unaufgeregt seine Pflicht erfüllt, der das Unternehmen auch in unruhigen Zeiten zusammenhält – vom Vorstand bis zum Betriebsrat. Die momentane Situation macht dies zunehmend schwierig. Daraus habe ich für mich eine Konsequenz gezogen” (MEEDIA berichtete). Nach Alberts öffentlicher Kritik, die vor allem Kritik an Brandt und Conze war, verlässt er den Konzern nun sogar etwas früher als ursprünglich angedacht (MEEDIA berichtete).

Erst jüngst nutzte die Czech Media Group um Milliardär Kretínský die Gunst der Stunde und erhöhte ihre Anteile an ProSiebenSat.1 von knapp fünf auf über zehn Prozent (MEEDIA berichtete). Gerüchten zufolge könnte es ihm das Unternehmen Mediaset, hinter dem die Familie von Silvio Berlusconi steckt, gleich tun. Mediaset hält aktuell 15 Prozent am Konzern, überlegt angeblich allerdings, die eigenen Anteil auf um die 20 Prozent aufzustocken.

bek

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