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Nach Kritik am CEO: Vize-Chef Conrad Albert verlässt ProSiebenSat.1 schon Ende April

Conrad Albert © ProSiebenSat.1/ Montage: MEEDIA

Conrad Albert wird nach 15 Jahren bei ProSiebenSat.1 sein Vorstandsmandat Ende April niederlegen und das Unternehmen zu diesem Datum verlassen. Das bestätigte heute das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Albert hatte zuvor in einem Interview indirekt P7S1-CEO Max Conze kritisiert.

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„Ich bin aufrichtig dankbar, dass ich eineinhalb Dekaden lang für dieses außergewöhnliche Unternehmen in Verantwortung arbeiten durfte“, so der scheidende Vize-Chef. „Mein besonderer Dank gilt meinen langjährigen Kolleginnen und Kollegen bei ProSiebenSat.1.“ 

Werner Brandt, Aufsichtsratsvorsitzender der ProSiebenSat.1 Media SE, erklärt: „Der Aufsichtsrat dankt Conrad Albert für seine langjährigen und besonderen Verdienste. In dieser Zeit hat Conrad Albert das Unternehmen in vielen Bereichen auf nationaler wie internationaler Ebene geprägt, mit seinen medienpolitischen Initiativen wichtige Diskussionen angestoßen und für die Branche Maßstäbe gesetzt. Wir wünschen ihm für die Zukunft das Beste.“

ProSiebenSat.1: Personalentscheidung ist keine Überraschung

Der Entscheidung voraus ging ein Interview Alberts mit der „Süddeutschen Zeitung“, in dem er sowohl die Personalpolitik von Konzern-Chef Max Conze kritisierte, als auch seinen Rückzug im nächsten Jahr ankündigte. Als Reaktion darauf soll der Aufsichtsrat einen Tag später darüber diskutiert haben, Albert bereits früher aus dem Konzern scheiden zu lassen. 

Albert ist seit 2005 bei ProSiebenSat.1 und seit 2006 General Counsel. Vor neun Jahren wurde er in den Vorstand berufen. In seinem Zuständigkeitsbereich lagen konzernweit das Distributionsgeschäft, der Aufbau von Partnerschaften, strategischen und Nachhaltigkeits-Projekten sowie alle rechtlichen, medienpolitischen und Compliance-Angelegenheiten. Seit November 2017 ist er zudem stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Unternehmens.

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