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ProSiebenSat.1-Vize-Chef Conrad Albert vor dem Abschied

Conrad Albert © ProSiebenSat.1/ Montage: MEEDIA

Nach den ungewöhnlich scharfen Worten über seinen Arbeitgeber ProSiebenSat.1 könnte Vize-Chef Conrad Albert früher aus dem Konzern scheiden als gedacht.

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Das soll ein Insider der Nachrichtenagentur Reuters berichtet haben, schreibt das Manager Magazin. So werde sich der Konzern voraussichtlich von dem langjährigen Vorstandsmitglied wegen dessen kritischen Äußerungen zu Max Conze, Vorstandsvorsitzender der ProSiebenSat.1 Media SE, trennen. Details zur Trennung seien jedoch noch offen. 

Dem Streit ging ein Interview mit der Süddeutschen Zeitung (Paid Content) voraus, in dem Albert nicht nur ankündigte, seinen zum 30. April 2021 auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern, sondern auch die Personalpolitik Conzes kritisierte. 

ProSiebenSat.1 in der Krise

“Ich werde ja öffentlich gerne beschrieben als einer, der unaufgeregt seine Pflicht erfüllt, der das Unternehmen auch in unruhigen Zeiten zusammenhält – vom Vorstand bis zum Betriebsrat. Die momentane Situation macht dies zunehmend schwierig. Daraus habe ich für mich eine Konsequenz gezogen”, so Albert gegenüber der Süddeutschen Zeitung. 

Bereits vergangenen Juni habe er deswegen den Aufsichtsratsvorsitzenden Werner Brandt informiert, dass er “in der aktuellen Konstellation nicht für eine Verlängerung zur Verfügung stehe”. Denn auch der Vertrag von Max Conze steht in diesem Jahr zur Verlängerung an.

Erst in der vergangenen Woche hatte ProSiebenSat.1 katastrophale Zahlen vorgelegt. Zwar konnte der Konzern seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahr auf über 4,1 Milliarden Euro steigern, doch rückläufige TV-Werbeeinnahmen von 5 Prozent und Investitionen in den Konzernumbau haben den Gewinn erheblich gedrückt. So fiel das bereinigte Ergebnis um 14 Prozent auf 872 Millionen Euro. 

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