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Aline Lüllmann wird „taz“-Geschäftsführerin neben Andreas Bull und Andreas Marggraf 

Aline Lüllmann Foto: Mé Chuthai

Die „taz“-Geschäftsführung ist ab kommenden Juni wieder ein Trio: Neben Andreas Bull und Andreas Marggraf wird Aline Lüllmann die Leitung übernehmen. Die 35-Jährige war bereits von 2011 bis 2019 bei der „taz“ und damals für die digitale Transformation zuständig.

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Die IT-Managerin wird ab Juni 2020 die Geschäfte der „taz“ gemeinsam mit den beiden derzeitigen Geschäftsleitern Andreas Bull und Andreas Marggraf verantworten. Dies gab der Vorstand der „taz“-Genossenschaft am Montag auf der Redaktionskonferenz der überregionalen Zeitung bekannt. Die Berufung erfolgte bereits vorige Woche Donnerstag auf einer Sitzung des Vorstandes.

„Wir sind überzeugt davon, eine hervorragende neue Geschäftsführerin gefunden zu haben“, erklärte Vorstandsmitglied Pascal Beucker. Die „taz“ befinde sich mitten in der digitalen Transformation und mit Lüllmann habe das Haus eine Spezialistin gefunden, „die hierfür das nötige Rüstzeug mitbringt“, so Beucker.

Lüllmann hat bereits von 2011 an für die „taz“ gearbeitet, damals als Community- und Sitemanagerin. Zudem hat sie maßgeblich an der Gründung der Abteilung für digitale Transformation mitgewirkt und hat deren Leitung 2016 übernommen. Anfang vorigen Jahres wechselte sie dann als Programm-Managerin zum Cornelsen-Verlag.

„taz“ befindet sich in großem Veränderungsprozess

In der jüngeren Vergangenheit hatte die „taz“ einige hochkarätige Abgänge zu verkraften, unter anderem den von Chefredakteur Georg Löwisch, der ab Sommer bei der „Zeit“ die Redaktion „Christ & Welt“ leiten wird. Wer ihm nachfolgen wird, ist aktuell noch offen. Außerdem schied Ende 2019 der langjährige Geschäftsführer und Mitbegründer Karl-Heinz Ruch altersbedingt aus dem Unternehmen aus. Seitdem war die Geschäftsführung zu zweit. Allerdings habe sich ein dreiköpfiges Team bewährt, um den derzeitigen Veränderungsprozess zu gestalten, so der Vorstand.

Die Transformation der „taz“ von Print zu Digital hat bereits vor einiger Zeit eingesetzt. Sie setzt unter anderem auf ein freiwilliges Bezahlmodell, ähnlich wie der britische „Guardian“, mit dem Namen „taz zahl ich“. Derzeit bezahlen knapp über 19.200 Nutzerinnen und Nutzer für das digitale Angebot.

Lüllmann soll die Transformation nun mit ihren Kollegen in der Geschäftsführung fortsetzen. „Gemeinsam können wir zeigen, dass der Journalismus der ‚taz‘ perspektivisch auch unabhängig vom Papier bestehen kann“, erklärt sie. Aus ihrer Sicht sei es vor allem wichtig, dass das Medium „weiter als kritische und mutige Stimme erhalten bleibt“.

tb

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