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Schickler-Zahlen: Nettowerbeumsätze steigen 2019 leicht – TV als neuer Verlierer

Foto: Schickler, Komposition Meedia

Der Schickler Media Index zeigt für 2019 wieder ein leichtes Wachstum der Media-Ausgaben von 1,3 Prozent. Hierbei erweisen sich Digitalisierung und Effektivitätssteigerungen weiter als stärkste Trends. Die Digitalbranche ist in diesem Umfeld weiterhin der Überflieger.

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Der Auswertung des Hamburger Beratungsunternehmens Schickler zufolge ist der Gesamtnettoumsatz 2019 leicht auf knapp 48,3 Milliarden Euro gestiegen. Als größter Profiteur zeigen sich die digitalen Medien. Über alle Kategorien hinweg stieg der Nettoumsatz dort um 5,9 Prozent auf 18,4 Milliarden Euro. Schickler prognostiziert für 2020 noch bessere Zahlen. Das Gesamtnettoumsatz soll um 2,6 Prozent auf dann 49,6 Milliarden Euro steigen. Dies berichtete „Horizont“.

Digitalen Medien werden dabei gar ein Umsatz von rund 19,5 Milliarden Euro zugeschrieben: eine Steigerung um 6,2 Prozent. Bei Digital bleibt der Wachstumstreiber Mobile, aber auch die Bedeutung von Corporate Publishing nehme weiter zu.

Mediaspendings 2019: Lineares TV schrumpft erstmals

Die Zahlen machen allerdings auch die Verschiebung von klassischen Medien zu digitalen deutlich. So schwächelt Print und verliert 2019 etwa 3 Prozent. 2020 soll der Schätzung zufolge das Minus in einem ähnlichen Bereich liegen. TV verliert erstmals leicht. Die Erlöse sanken um 0,7 Prozent. Für 2020 sieht Schickler ein ähnliches Ergebnis mit minimalen Verlusten, denn lineares TV sei durch den Verlust an Reichweiten bei jungen Zielgruppen an beispielsweise Netflix unter Druck. Für TV-Sender ginge es daher darum, schnell nicht-lineare Angebote am Markt zu platzieren, denn der Video-Bereich soll 2020 um fast 16 Prozent wachsen.

Ein stärkeres Wachstum weisen laut Schickler nur die Werbespendings bei den Influencern auf. Waren es 2019 noch 630 Millionen Euro und damit ein Plus von 16,7 Prozent im Vorjahresvergleich, soll es dieses Jahr um 17,5 Prozent auf dann 740 Millionen Euro steigen. „Im Bereich der Influencer gibt es keine genauen Zahlen und wenig Transparenz über Budgets. Wir glauben aber, dass der Markt wächst, auch wenn es noch im Verborgenen ist“, erläutert Patric Tongbhoyai, der den Media Index gemeinsam mit Data Scientist Ole Martin erstellt hat.

igo

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