Anzeige

Donald Trumps Wahlkampfteam verklagt „New York Times“

US-Präsident Donald Trump Foto: Alex Brandon/AP/dpa

Das Wahlkampfteam von US-Präsident Donald Trump wirft der „New York Times“ Verleumdung vor und klagt auf Schadenersatz. In der am Mittwoch bei einem Gericht in New York eingereichten Klageschrift heißt es, die Zeitung habe „wissentlich falsche und verleumderische Aussagen“ veröffentlicht.

Anzeige

In der Klage geht es um einen Meinungsbeitrag in der „New York Times“ vom März 2019. Der Autor argumentierte dort, es habe vor der Wahl 2016 keine Notwendigkeit für detaillierte Geheimabsprachen zwischen dem Trump-Wahlkampfteam und Russland gegeben, weil es eine „übergreifende Abmachung“ gegeben habe: Eine neue Russland-Politik einer künftigen Trump-Regierung im Gegenzug für Moskaus Unterstützung im Wahlkampf gegen Trumps Herausfordererin Hillary Clinton.

Vorgeworfen wird der „New York Times“ ein „systematisches Muster der Voreingenommenheit“ gegen Trumps Wahlkampfteam. Dieses sei darauf ausgerichtet, den Ruf des Teams zu beschädigen und ein Scheitern der Organisation herbeizuführen. Das Wahlkampfteam verweist in der Klage auch auf die Untersuchung von FBI-Sonderermittler Robert Mueller. Er hatte keine Beweise für eine Geheimabsprache von Trumps Team mit Vertretern Russlands gefunden. Die Höhe des durch Trumps Wahlkampfteam geforderten Schadensersatzes ist nicht beziffert.

Die „New York Times“ wies die Vorwürfe zurück. Sprecherin Eileen Murphy teilte nach Angaben der Zeitung mit, Trumps Wahlkampfteam habe sich an die Gerichte gewandt, um einen Autor dafür zu bestrafen, dass er eine Meinung habe, die es für inakzeptabel halte. Glücklicherweise schütze das Gesetz das Recht der Amerikaner auf freie Meinungsäußerung. Murphy: „Wir freuen uns darauf, dieses Recht in diesem Fall zu verteidigen.“

bek/dpa

Anzeige