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Uber den Dächern: US-Unternehmen testet Dachanzeigen in drei amerikanischen Städten

Uber wirbt bald testweise in drei amerikanischen Städten mit Dachanzeigen.
Uber wirbt bald testweise in drei amerikanischen Städten mit Dachanzeigen. Foto: Uber

Ab dem ersten April will Uber in Kooperation mit der Werbeagentur Adomni in den USA digitale Anzeigen auf den Dächern seiner Fahrzeuge platzieren. Fahrer in den Städten Phoenix, Atlanta und Dallas können sich so bald bis zu 300 Dollar pro Monat dazuverdienen, wie "Adweek" berichtet.

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Uber ist nicht profitabel. Schon seit Jahren kostet das Unternehmen mehr als es abwirft. 2019 betrug der operative Verlust 2,7 Milliarden Dollar. Ende 2020 soll sich das allerdings ändern. Zwar wird Uber in diesem Jahr erneut schätzungsweise 1 Milliarde Dollar minus machen, im 4. Quartal könnte das Unternehmen Schätzungen zufolge aber Gewinn erzielen. Um dieses Ziel zu erreichen, testet Uber neue Geschäftsmodelle wie beispielsweise eine Partnerschaft mit Adomni, wie Adweek berichtet. In Rahmen der Kooperation sollen digitale Werbeanzeigen auf den Dächern von Uber-Fahrern frisches Geld in die Kassen spülen.

Fahrer konnten zwar auch schon vorher über Drittanbieter wie Firefly Werbung auf ihren Dächern platzieren. Diesmal kommt die Werbung allerdings von Uber selbst, das die Werbefläche vermietet. Für den Anfang testet Uber das Konzept an 1.000 Fahrzeugen. Auf der Webseite des Geschäftsmodells wirbt das Unternehmen mit verlockenden Zahlen: Über 180 Millionen Ad-Impressions sollen pro Monat erzielt werden – auf “Millionen von Meilen”. Einen Beweis für die Wirksamkeit der Dach-Werbung sollen Berichte erbringen, die Uber an seine Werber herausgibt. Darüber, wie genau diese Zahlen erfasst werden sollen, schweigt Uber bislang.

Lokale Zielgruppe sollen unterschiedliche Inhalte bekommen

Außerdem will Uber durch Geo-Fencing in verschiedenen Arealen, unterschiedliche Anzeigen ausspielen, um die lokale Zielgruppe immer mit für sie relevanten Inhalten zu konfrontieren – Werbern winkt damit eine bessere Aktivierungsquote. Wie Adomni gegenüber CNBC mitteilte, werde es außerdem möglich sein, die gleiche Werbung auf Fahrzeugen sowie auf Plakatwänden auszuspielen.

Dieser Fakt und die Tatsache, dass die Anzeigen nicht nur an Areale, sondern auch an die Tageszeit angepasst werden, könnte allerdings dazu führen, dass in einem ganzen Häuserblock in New York zur Rushhour überall dieselbe Werbung angezeigt wird, wie “Adweek”-Reporter Scott Nover über Twitter zu bedenken gab.

Aber wie bringt man als Beförderungsunternehmen ohne eigene Flotte nun seine Fahrer dazu, Werbeflächen auf ihren Dächern zu montieren? Klar, mit einem finanziellen Anreiz. Laut “Adweek” erhalten Fahrer für die Montage 300 Dollar. Für jede weitere Woche, in der die Fahrer mehr als 20 Stunden gearbeitet haben, gibt es zusätzliche 100 Dollar. Firefly hingegen bietet Fahrern nur einmalig 300 Dollar für die Installation der Werbefläche.

Deshalb ist Uber allerdings noch längst nicht vor der Konkurrenz gefeit. Mitbewerber Lyft plant beispielsweise ebenfalls die Inbetriebnahme von digitalen Werbeanzeigen auf Autodächern.

Ob das Geschäftsmodell also halten kann, was Uber sich davon verspricht, werden erst die Zahlen zeigen.

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