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Live-Videoberichterstattung: “Bild” beantragt Rundfunklizenz bei Medienanstalt Berlin-Brandenburg

“Bild-Chef” Julian Reichelt, Teilnehmer bei “Hier spricht das Volk”
"Bild-Chef" Julian Reichelt, Teilnehmer bei "Hier spricht das Volk" Screenshot: Bild.de

Axel Springers "Bild" hat bei der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB) eine Rundfunkzulassung für alle linearen Video-Formate der Marke beantragt. Nun werde der Antrag zulassungsrechtlich geprüft, heißt es. "Bild"-Chefredakteur Julian Reichelt möchte das Video-Angebot der Marke künftig ausbauen.

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Der Antrag gilt laut Pressemitteilung für “alle aktuell verbreiteten Live-Video-Formate”, dazu zählen derzeit “Bild live”, der Polit-Talk “Die richtigen Fragen” und weitere Angebote. Auch künftig dazukommende Formate sind damit eingeschlossen. Sie sollen auf der “Bild”-Homepage, der App sowie auf Plattformen wie Facebook und YouTube veröffentlicht werden.

Anfang des Jahres waren die TV-Pläne von “Bild”-Chefredakteur Julian Reichelt bekannt geworden. Nutzergenerierte Inhalte sollen dabei einen großen Teil des Programms ausmachen. Seit geraumer Zeit experimentiert die Redaktion mit unterschiedlichen Formaten und geht mittlerweile teils mehrmals am Tag auf Sendung.

Laut MABB entspricht die “Bild” mit der Antragstellung auch der Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin vom 26. September 2019. Dieses hatte festgestellt, dass es sich bei den Livestreams des Boulevardmediums um zulassungspflichtigen Rundfunk handelt. Damit folgte das Gericht der Einschätzung der Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) der Landesmedienanstalten vom April 2018. “Bild” und Axel Springer hatten auf eine Berufung verzichtet.

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Die Medienanstalt, heißt es, prüfe den Antrag derzeit “zulassungsrechtlich”. Für die Entscheidung über die Zulassung ist dann die ZAK der Landesmedienanstalten zuständig.

tb

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