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Plus 3,1%: Bis auf die Zeitungen und das Kino starten alle Mediengattungen mit Werbeumsatz-Plus ins neue Jahr

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Die deutschen Medien sind viel versprechend ins Jahr 2020 gestartet. Laut Auswertungen von Nielsen verzeichnen alle Gattungen bis auf die Zeitungen und das Kino ein Plus beim Brutto-Werbeumsatz. Am deutlichsten wuchs prozentual gesehen die Out-of-Home-Reklame mit einem Plus von 12,3%, das Radio wuchs um 6,2%. Für die Zeitungen ging es hingegen um 3,0% nach unten.

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Werbeumsatzbringer Nummer 1 bleibt in der deutschen Medienbranche weiterhin das Fernsehen: Mit brutto 1,10 Mrd. Euro liegt TV 4,2% über dem Januar 2019, als es 1,05 Mrd. Euro verzeichnete. In ähnlichem Maße wuchs die Online-Werbung: um 4,3% auf 264,0 Mio. Euro. Ebenfalls als Wachstumsmotor zeichneten sich im Januar das Radio (plus 6,2% auf 167.6 Mio. Euro), sowie die Out-of-Home-Werbung (plus 12,3% auf 159,7 Mio. Euro) aus.

Unterdurchschnittlich stark – der Gesamtmarkt gewann 3,1% auf 2,59 Mrd. Euro – wuchs die Gattung Publikumszeitschriften (plus 1,5% auf 257,1 Mio. Euro). Die Zeitungen verloren sogar Werbeumsatz, landeten mit 369,7 Mio. Euro 3,0% unter dem Januar 2019. Auch das Kino konnte das Vorjahresergebnis nicht halten, allerdings nur minimal: Aus 9,557 Mio. Euro wurden hier 9,553 Mio. Euro.

Größter Werbungtreibender bleibt in Deutschland Procter+Gamble: Mit 59,5 Mio. Euro investierte der Konzern 19,5% mehr als im Januar 2019. Sogar um mehr als 30% wuchsen die Brutto-Werbeaufwendungen innerhalb der Top Ten bei der Telekom (+32,3% auf 23,6 Mio. Euro), der Beiersdorf AG (plus 37,8% auf 17,1 Mio. Euro) und Renault (+36,5% auf 16,7 Mio. Euro). Hinter Procter+Gamble folgen allerdings Lidl und Regw mit 35,8 Mio. Euro, sowie 27,6 Mio. Euro.

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Branchenweit gibt der Lebensmitteleinzelhandel das meiste Geld für Werbung aus: Im Januar waren es mit 197,3 Mio. Euro 3,1% mehr als im Vorjahresmonat. Dahinter folgen Online-Dienstleistungen mit 158,8 Mio. Euro (minus 1,9%), sowie Arzneimittel mit 149,3 Mio. (2,8%).

Wie immer muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass es sich bei den Nielsen-Zahlen um Brutto-Umsätze handelt. Eventuelle Rabatte, Austauschgeschäfte und Eigenanzeigen werden in diesen Zahlen nicht als solche, sondern als komplett nach Preisliste bezahlte Werbung gewertet. Über tatsächliche Umsätze geben die Nielsen-Zahlen also keine Auskunft. Ein wichtiges Indiz für die Entwicklung der einzelnen Branchen und Segmente und den Werbedruck sind sie dennoch.

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