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Lehre aus dem Fall Relotius: “Spiegel” richtet Ombudsstelle für Hinweise ein

Spiegel-Chefredakteur Steffen Klusmann
Spiegel-Chefredakteur Steffen Klusmann

Der "Spiegel" hat eine Ombudsstelle eingerichtet, die Hinweise auf Unregelmäßigkeiten entgegennimmt und diesen nachgehen soll. Für anonyme Hinweise gibt es einen eigenen Kanal. Damit soll ein zweiter Fall Relotius verhindert werden

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Unter [email protected] nimmt das neu geschaffene Gremium Hinweise auf Unregelmäßigkeiten in der Berichterstattung des Magazins entgegen und geht diesen nach. Der Ombudsstelle gehören drei Personen an: Susmita Arp, Dokumentationsjournalistin beim “Spiegel”, Stefan Weigel, Nachrichtenchef beim “Spiegel”, und Jan Siegel, Leiter der Rechtsabteilung beim “Spiegel”.

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Alle Kommentare

  1. Wie steht es eigentlich um die Nachfolge des elder Ombudsmannes Ernst Elitz? Man hört so gar nichts. Nachwuchsprobleme?

  2. Neue Richtlinien und eine neue Ombudsmannstelle, da könnte das letztere schon wirksamer sein, *könnte* wohlgemerkt.

    Die “neuen Richtlinien” dagegen – na ja, mal ehrlich:

    Sicher waren auch die alten Richtlinien darauf angelegt Betrug zu verhindern und sie wurden unterlaufen, so wie das auch bei den neuen irgendwann passieren kann.

    Grund dafür war und ist doch:

    Es nützen weder die schönsten, noch die strengsten Richtlinien etwas, wenn man sich nicht wirklich daran hält und diese insgeheim eher als lästiges (und übertriebenes) Übel wahrnimmt, das es aufzuweichen gilt, aus tausend “guten” Gründen natürlich.

    Eine Ombudsmannstelle plus einer anonymen Beschwerdemöglichkeit sind da schon ein anderes Kaliber, allerdings auch nur, wenn die Umsetzung stimmt.

    Im Moment ist Relotius noch relativ frisch aber je mehr Zeit vergeht, desto größer wird auch die Gefahr, dass man bei der Besetzung der Stellen und auch bei der Behandlung der Beschwerden öfter Mal fünfte gerade sein lässt.

    Ich bin Mal gespannt, was diese neue Stellen wirklich leisten können, wenn sich die Leute dort z.B. über Halbwahrheiten und das Weglassen wichtiger Fakten beschweren, über Lücken in der Berichterstattung also.

    Gilt dann auch noch, dass die halbe Wahrheit immer eine ganze Lüge ist?

    Das wird der Lackmustest werden und genau da bin ich sehr skeptisch.

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