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Christian Herp bei iq digital vor Absprung: Zeitungshäuser suchen neuen Chef für Digitalvermarkter

Christian Herp
Christian Herp Foto: iq media

Personeller Umbau in der Digitalvermarktung der Handelsblatt Media Group (HMG), "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", "Süddeutschen Zeitung" und "Zeit": Christian Herp gibt die Geschäftsführung der iq digital media marketing ab und wechselt als Chief Product Officer in die erweiterte Geschäftsführung der HMG.

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Nach zwölf Jahren ist Schluss: Christian Herp gibt überraschend die Geschäftsführung des Vermarkters iq digital ab. Er verlässt das Unternehmen zum Spätsommer 2020. Dies bestätigt eine HMG-Sprecherin gegenüber MEEDIA.

Herp, der bei der iq digital zuletzt Sprecher der Geschäftsführung war, bleibt aber der HMG erhalten. Er soll hier zum Chief Product Officer und Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung des Düsseldorfer Medienhauses berufen werden. Dabei ist sein Aufgabenfeld klar definiert. Der Manager soll künftig auf der Publishingseite für die Marken “Handelsblatt” und “Wirtschaftswoche” tätig werden – und dies auf allen Kanälen von Digital, Print bis Live, heißt es. Dabei soll er sich auch um den weiteren Ausbau der “Subscription First”-Strategie kümmern. Dazu gehört, die Zahl der Digitalabonnenten zu erhöhen. “Handelsblatt”-Chefredakteur Sven Afhüppe hatte hierzu eine Bezahlschranke hochgezogen, um mehr Digital-Abonnenten zu gewinnen. Dies führte dazu, dass die Redaktion ihre Arbeitsweise radikal umgestellt hat und seither zunächst die digitalen Kanäle redaktionell bedient.

Schwierige Nachbesetzung
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Die Postion von Herp bei der iq digital soll nachbesetzt werden. Dazu sucht man bereits nach einem Nachfolger und führt mit potenziellen Kandidaten Gespräche. Das dürfte aber keine leichte Aufgabe werden, da an der iq digital mehrere Verlagshäuser beteiligt sind, die sich auf einen neuen Vermarktungschef einigen müssen. Steffen Bax bleibt als Geschäftsführer bei iq digital weiterhin für die Bereiche Technology, Data und Operations verantwortlich. Er war im vergangenen Jahr auf den Posten befördert worden.

Mit der Neubesetzung an der Spitze der iq digital geht der Umbau der gesamten Vermarktung der HMG weiter. Radikal hatte der Düsseldorfer Wirtschaftsverlag bereits iq media (IQM) neu ausgerichtet. Dazu hatte der Printvermarkter einen großen Teil seiner Belegschaft an die drei Verlage der Gruppe abtreten: an die “Zeit”, an “Handelsblatt”/”Wirtschaftswoche” und an den “Tagesspiegel”. Sie betreuen seither direkt ihre Werbekunden. Dagegen wickelt die IQM nur noch das Print-Agenturgeschäft der drei zum Dieter von Holtzbrinck gehörende Verlage ab. Mit der strikten Trennung hoffen die einzelnen Medienhäuser, zielgerichteter Kunden anzusprechen.

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