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Wie Adidas den Messenger WhatsApp als Marketingkanal verwendet

Adidas schickte im Rahmen der neuen Kampagne Starspieler Kaká zu einem Londoner Amateurteam. Foto: Adidas

Adidas erreicht mit Werbeaktionen schon seit 2015 Kunden über WhatsApp. Jüngstes Beispiel ist die „100 % Unfair Predator“-Kampagne, die es Londoner Fußballmannschaften ermöglicht, bei personell geschwächten Teams einen Ersatzspieler herbeizurufen. Unter den Edeljokern befand sich zuletzt auch Weltstar Kaká.

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Wie das Wall Street Journal erst vor wenigen Wochen herausfand, habe Facebook seine Idee, auf WhatsApp gezielt Werbung einzubinden ad acta gelegt. Trotzdem ist es nicht unmöglich, den Kanal als Marketingtool zu verwenden. Das zeigt Adidas mit einer aktuellen Kampagne. Der Sportartikelhersteller nutzt WhatsApp schon seit 2015, um mit Kunden in Kontakt zu treten. Das Unternehmen sieht darin eine Chance, den Einfluss unter Schlüsselfans durch Kommunikation natürlich wachsen zu lassen, anstatt ihn durch Werbung zu erkaufen. So entstehe außerdem die Möglichkeit, mit den Fans in Interaktion zu treten, wie Laura Coveney, Chefredakteurin des Adidas Newsroom in London, gegenüber Digiday erklärte.

„Call-a-Pred“ nennt sich nun der neue Service, mit dem das deutsche Unternehmen seit Anfang des Monats über den Messenger Kunden anspricht. Die von Adidas in diesem Rahmen eröffnete Hotline bietet Londoner Amateurfußballmannschaften die Chance, Ersatzspieler für unzuverlässige oder kranke Teammitglieder zu finden. Die Einwechselspieler sind allesamt von Adidas gesponsorte Profis. Alles, was die Teams tun müssen, um mitzumachen, ist einige grundlegende Informationen zum Spiel zu liefern. Am Morgen des Spieltags werden die Mannschaften dann informiert, ob sie ein „100 % Unfair Predator“ in ihrem Spiel unterstützen wird – der erscheint dann selbstverständlich mit Adidas‘ neuem Modell „Predator20 Mutator“ an den Füßen auf dem Spielfeld. Darunter eben auch Weltstar Kaká:

Adidas geht in der Kommunikation neue Wege

Ein cleverer Zug seitens Adidas. Messengerdienste erlangen unter den diversen Mitteln zur Kommunikation einen immer höheren Stellenwert. Das geht aus Zahlen hervor, die eMarketer veröffentlicht hat. 2019 nutzten knapp 2,5 Milliarden Menschen weltweit – oder 87,1 Prozent aller Smartphone-User – Messengerdienste. Tendenz steigend.

Dass Adidas darin großes Potenzial sieht und seinen Einfluss auf Kunden über WhatsApp steigern will, ist keine große Überraschung. Das Unternehmen setzt auf eine besondere Strategie und spricht über den Messenger gezielt einen kleineren Kreis an. So kommuniziert Adidas ebenfalls mit seinem „Tango Squad“, einer Gruppe aus 150 bis 200 jungen Fußballern aus 15 Städten auf der ganzen Welt, die exklusiven Vorabzugang zu verschiedenen Drops erhielten. Statt viel Geld auszugeben, um Werbung über herkömmliche Kanäle zu schalten, geht Adidas mit Kampagnen wie dieser neue Wege und entscheidet sich bewusst für eine Orientierung hin zu mehr One-on-One-Kommunikation.

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