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SevenOne Entertainment Group: P7S1 bündelt Sender, Vermarktung und digitale Plattform

Wolfgang Link Foto: ProSiebenSat.1/Martin Saumweber

ProSiebenSat.1 setzt im Sommer eine neue Strategie um: Danach verschmelzen die bisherige ProSiebenSat.1 TV Deutschland, Vermarkter SevenOne Media und das digitale Content-Geschäft. Sie agieren fortan unter neuem Namen, der SevenOne Entertainment Group.

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Rund eineinhalb Jahre habe die Arbeit am neuen Konzept für die Entertainment-Sparte gedauert, nun kann ProSiebenSat.1 Vollzug vermelden. Ab Sommer 2020 werden in der neu gegründeten SevenOne Entertainment Group die ProSiebenSat.1 TV Deutschland mit ihren Sendern, die SevenOne Media und weitere Entertainment-Bereiche gebündelt, gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Ein Markenauftritt soll derzeit in Arbeit sein.

Strategisch hat CEO Max Conze die Geschäfte bereits vor geraumer Zeit auf drei Säulen gestellt: Dazu zählen die E-Commerce-Beteiligungen unter dem Dach der NuCom Group, das Produktionsgeschäft der Red Arrow Studios, die allerdings verkauft werden sollen, und eben der Entertainment-Sektor der ProSiebenSat.1 TV Deutschland (MEEDIA berichtete).

Schon lange kein „reines TV-Unternehmen mehr“

Mit dem aktuellen Schritt möchte der Konzern den Schritt zum „plattformunabhängigen Entertainment-Haus“ vorantreiben, wie Wolfgang Link erklärt, der die Leitung der Geschäftsführung der SevenOne Entertainment Group übernehmen wird. Er fügt hinzu: „Und das gelingt uns, indem wir mehr eigene Inhalte produzieren, die wir auf unterschiedlichen Plattformen anbieten und auswerten können.“ Man sei schon lange kein „reines TV-Unternehmen mehr“ und mit der neuen Struktur stelle sich das Unternehmen ideal auf. Die scheidende Co-CEO des Entertainmentbereichs, Michaela Tod, betont zudem: „Mit mehr Präsenz diversifizieren wir auch unsere Umsätze weiter.“

Laut Mitteilung liegt der Fokus des Dachunternehmens auf eigenen Inhalten und Rechten: Dazu gehört die Fortführung bereits etablierter Formate wie „The Masked Singer“ mit einem „umfangreichen Digital-Angebot“ und die Ausweitung der Infotainment-Angebote. Außerdem soll die Gründung von Produktionsfirmen vorangetrieben werden und Künstler enger als bisher an den Konzern gebunden werden. 

Innerhalb der Geschäftsführung gibt es zum 1. März ebenfalls Bewegung: Neben dem Leiter Link verantwortet Henrik Pabst als Chief Content Officer künftig alle inhaltlichen Themen. Thomas Wagner übernimmt als Chief Sales Officer den Vermarktungs-Bereich und Nicole Agudo Berbel wiederum kümmert sich in der Rolle als Chief Distribution Officer um die Bereiche Distribution und Pay-TV.

tb

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